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13.04.1984 - 

IBM-kompatibler Mikro soll satte Farbqualität bieten

Sperry: Am Marktgeschehen neu orientiert

HANNOVER (CW) - Sperry, als Mainframe-Pionier in die Computergeschichte eingegangen, hatte zu Beginn der diesjährigen Hannover-Messe seinen Mikrocomputer auch für den deutschen und europäischen Markt angekündigt.

Das Argument allerdings, daß man mit dem IBM-kompatiblen Mikro an die verpaßte Entwicklung Anschluß finden möchte, laßt Sperry nicht gelten. Vizepräsident E. T. Springstead konstatierte auf der Pressekonferenz: "Wir hatten uns gedacht, daß es wichtiger wäre, lieber etwas abzuwarten und dafür aber auch entsprechendes zu bieten, als einfach nur mit irgend einem Kleinrechner auf den Markt zu kommen."

Exzellent sind laut Sperry die Auflösung und das Spektrum. 256 000 Punkte, 16 Hintergrundfarben und maximal 256 Farben sind gleichzeitig darstellbar.

Als neu bezeichnet Sperry nicht nur die in Hannover gezeigten Geräte, sondern auch den eigenen Standort. "Wir wollten eine größere Führungsrolle auf dem Weltmarkt übernehmen", gab Springstead zu verstehen. Ausdruck der neuen Identitätsfindung ist die nach unten erweiterte 1100er Serie. Angekündigt wurden die lösungsorientierten Systeme "11 SSDS" (Solutions Development Systems) und "11 DDP".

Ein Novum stellt ebenfalls das Anwendungsentwicklungsprogramm "Mapper" dar. Es gestattet den Zugang und die Nutzung von Sperry-Computern. Problemlössungen, so wirbt Sperry, lassen sich in nur einem Bruchteil der Zeit entwicklen, die mit traditionellen Programmierungsmethoden erforderlich wäre. Entwickelt wurde Mapper von Nicht-EDV-Fachleuten, die ein Entwicklungstool für schnelle Problemlösungen wollten. Es baut auf dem Mikroprozessor Motorola 68 010 auf.

Die Entwicklung der Sperry GmbH in Deutschland beurteilte deren Geschäftsführer Walter Haemmerle als erfreulich. Da das Geschäftsjahr zum 31. März abgeschlossen wurde, lagen noch keine endgültigen Zahlen vor. Derzeit geht man von einem Umsatz von 800 Millionen Mark aus, was einem Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Ergebnis vor Steuern wird den Erwartungen nach bei 122 Millionen Mark liegen. Davon gehen etwa 114 Millionen Mark auf die Computer-Aktivitäten von Sperry zurück. Haemmerle: "Das ist das beste Ergebnis, das Sperry in Deutschland je erzielen konnte."