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18.04.1980 - 

Neues Hardware-Konzept - Mikroprozessoren als autonome Subsysteme:

Sperry Univac setzt System 80 gegen IBM /38

HANNOVER - Mit dem "System -80" hat der Sperry Univac-Geschäftsbereich Basis-Datenverarbeitung (BD) einen Kompaktrechner der unter Mittelklasse angekündigt, plaziert zwischen dem Bürocomputer BC/7 und der Serie 90. Die beiden Modelle 3 und 5 des "für arbeitsplatzorientierte Datenverarbeitung ausgelegten Dialog-Computers" (Univac-Werbung) sollen vor allem gegen IBMs BD-System /38 konkurrieren, aber auch gegen die Siemens-Modelle 7.521 und 7.531, die Honeywell Bull-Systeme 61 DPS und 62 sowie ICLs neue ME 29. Betriebssystem für den Univac-Youngster ist ein weiterentwickeltes OS/3.

Um eine hohe Systemleistung zu erreichen, so Univac, wurde das System 80 mit Mikroprozessoren ausgerüstet, die Teilaufgaben wie die Ein-/Ausgabesteuerung autonom ausführen.

Der Prozessorkomplex besteht aus einem mikroprogrammgesteuerten Rechenprozessor mit eigenem Steuerspeicher als Träger des Mikroprogramms. Durch einen Datenpfad (Bus) ist er über einen speziellen Speicherzugriffsprozessor mit dem Hauptspeicher verbunden.

Die Hauptspeicherkapazität kann stufenweise von 256 KB bis 1 MB erweitert werden. Die Zykluszeit beträgt 400 Nanosekunden bei vier Bytes Zugriffsbreite. Durch die Verwendung eines Fehlererkennungs- und Korrekturcodes (ECC-Code) können Bit-Fehler automatisch korrigiert und Mehrbitfehler erkannt werden.

Zur Systemsteuerung dient eine Bildschirmkonsole. Über ein mikroprogrammiertes Ein-/Ausgabe-Subsystem, den sogenannten Plattenspeicherprozessor, können bis zu acht Festplatten (118 MB) oder Wechselplatten (72 MB) in beliebiger Kombination angeschlossen werden.

Am System 80, das standardmäßig mit Diskette ausgestattet ist, können bis zu 40 Bildschirme betrieben werden. Für die Fernwartung gibt es einen "heißen Draht" zur TRACE-Zentrale (Total Remote Assistence Center) von Sperry Univac.

Über RPG II und die Programmiersprache "Escort" ist das System 80 "nach unten" kompatibel (BC/7). Mit OS/3 Release 7.1 soll überdies im zweiten Quartal 1981 ein gemeinsames Betriebssystem für das System 80 und die Serie 90-Modelle 90/25, 90/30, 90i.30 B und 90/40 verfügbar sein.

Die Einstiegskonfiguration mit 256 KB, Festplatte, Diskette, Bildschirm und Drucker kostet einschließlich Grundsoftware rund 6000 Mark Monatsmiete. Der Mietpreis kann je nach Ausstattung bis 30 000 Mark im Monat hochgehen.