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05.11.1982 - 

Neues Bürokommunikationssystem "Sperrylink" und Kooperation mit Northern Telecom:

Sperry Univac zeigt Office-Automation-Flagge

KÖLN (de) - Aus Marketingfehlern gelernt hat Sperry Univac. Bisher einseitig auf den Mainframemarkt fixiert, will sich der IBM-Konkurrent jetzt zum Bürokommunikationsanbieter entwickeln. Dieser Markt soll nicht länger ausgespart bleiben. "Wir wissen, was wir tun müssen", erklärte ein Univac-Sprecher auf einer Pressekonferenz der Sulzbacher in Köln.

So kündigte Sperry Univac jetzt das Office-Produkt "Sperrylink" als "erstes vollständig integriertes Bürokommunikationssystem" (O-Ton) an. Sperrylink sei, so Univac, kein weiteres Netzwerkkonzept "wie so viele andere". Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, daß es mit der Northern Telecom, Inc (NTI) auf dem Gebiet digitaler Nebenstellenangaben (PBX) kooperiert.

Das Kooperationsabkommen bringe, so Univac, "führende Hersteller der Datenverarbeitung und Telekommunikation zusammen". Ziel der Vereinbarung sei es, Kompatibilität zwischen den Office-Produkten beider Hersteller zu gewährleisten. Erster Schritt ist Univac-Angaben zufolge der Anschluß des neuen Bürokommunikationssystems "Sperrylink" an das PBX-System SL-1 von NTI. Dabei diene das PBX als "Local Area Network" (LAN) für Sperrylink. Dazu Sperry Univac: "Wir gehen mit einem fertigen Produkt in den englischsprachigen Raum". Eine deutsche Version soll im Frühjahr 1983 verfügbar sein.

Bei "Sperrylink" handelt es sich um ein Bündel Software und, hardwareseitig, um das Univac-Terminal UTS 40, das für Büroanwendungen modifiziert wurde.

Sperrylink kann Univac-Angaben zufolge sowohl stand-alone als auch im sogenannten Abteilungsmodus ("departmental mode") für Textverarbeitung und Personal Computing eingesetzt werden. Darüberhinaus ist Interabteilungskommunikation im "interdepartmental mode" möglich. In dieser Betriebsart können die Bürosysteme über einen Communications Processor mit den Univac-Mainframes 1100/60, 1100/80 oder 1100/90 verbunden werden.

Die Personal Computer-Leistungen von Sperrylink werden durch einen Zilog Z8O-Mikroprozessor und Digital Researchs Betriebssystem CP/M erbracht.

Eine 30-Mann-Abteilung muß für Hardware und Software rund 275 000 Dollar ausgeben, um Bürokommunikation mit Sperrylink zu betreiben.