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09.11.1984 - 

Zehn Prozent Marktanteil angestrebt:

Sperry unterstreicht Mikro-Engagement

KÖLN (CW) - Nach Ankündigung ihres "Usernet" hat die Sperry GmbH, Sulzbach, dieses lokale Netz auf der Orgatechnik auch für die Bundesrepublik freigegeben.

Vor der Presse in Köln teilte Sperry mit, daß die ersten "Usernet'-Auslieferungen bereits zum Jahresende geplant sind. Das LAN arbeitet mit einem Sperry-Mikrocomputer als Datenverwaltungs- und Druckstation (Serverfunktion) für bis zu 63 Mikros über eine Entfernung von maximal 1200 Meter. Die Datenübertragungsrate auf der Zweidrahtleitung betrage ein MBit pro Sekunde. Als Betriebssystem werde bei "Usernet" MS-DOS 2.11 verwendet.

Die Serverstation gibt es nach Angaben der Sulzbacher in zwei Versionen: Die Basiskonfiguration DS 100 (256 KB interne Speicherkapazität, eine Diskette, eine Festplatte mit 10 MB sowie ein monochromer Bildschirm) kostet mit diversen Schnittstellen und Netzwerksoftware rund 21 500 Mark. Das größere Modell DS 120 (interne Speicherkapazität 512 KB, zwei Disketten und Festplatte mit 30 MB sowie ein monochromer Bildschirm) für bis zu 63 Mikrocomputer kostet etwa 33 500 Mark.

Darüber hinaus nannte Sperry folgende "Usernet"-Preisbeispiele: Ein LAN, bestehend aus vier Mikrocomputern und einem Drucker belaufe sich auf rund 60 000 Mark. Ein lokales Netz mit zehn Sperry PCs und drei Druckern kostet etwa 130 000 Mark.

Mehr als Industrie-Standard

Ihre Mikrocomputer haben die Sulzbacher nach eigenem Bekunden "erstmals in diesem Monat in Stückzahlen ausgeliefert". Die PC-Reihe sei 100-Prozent kompatibel, wobei man jedoch nach der Philosophie verfahre, etwas mehr zu tun als nur dem Industriestandard zu folgen". Als Betriebssysteme kündigte Sperry MS-DOS und CP/M an, außerdem biete man über 100 getestete Anwenderprogramme an. Darüber hinaus könne der Sperry-PC auch als direktes Btx-Endgerät eingesetzt werden.

Ein Zehntel vom Markt

Den Stellenwert, den die Sulzbacher künftig ihrer Mikrocomputerfamilie zubilligen, belegen folgende Zahlen: Bis zum Ende der Achtziger Jahre sollen die Mikrocomputersysteme zwischen 30 und 40 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Im Hinblick auf die bis 1988 prognostizierten Stückzahlen von 500 000 Geräten für den deutschen Markt peilt Sperry einen kontinuierlich steigenden Anteil von fünf über sieben bis zu zehn Prozent Anteil an. In Kanada und USA habe man mit rund 40 000 bis 50 000 ausgelieferten Geräten dieses Ziel bereits erreicht.