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03.11.1989 - 

Das "Nischendasein" soll ein Ende haben

Speyer will mit CTM groß in den Euromarkt einsteigen

MÜNCHEN(zek) - Optimistisch und dynamisch gab sich der neue CTM-Chef und -Besitzer Harald Speyer auf der SYSTEMS. Nach seinen ersten 100 Tagen im neuen Unternehmen erläuterte der Ex-Commodore-Deutschland-Statthalter seine Pläne mit dem Konstanzer Traditionshaus.

Speyer setzt von auf Expansion; dabei will er seine bei Commodore gemachten Erfahrungen einbringen. Zunächst einmal soll der Name "CTM" europaweit bekannt gemacht, dann mit einem entsprechenden PC-Angebot der Massenmarkt angesprochen werden. Die PCs sollen in Deutschland gefertigt werden, mehr Leistung als vergleichbare Geräte von IBM oder Compaq bringen, dafür aber wesentlich billiger sein. So wird ein von konfigurierter AT, der bei Compaq und IBM rund, 500 Mark kostet, bei CTM für 6500 zu haben sein. Die Produktion soll bereits im Januar beginnen, europaweit will Speyer 1990 rund 50 000 Stück absetzen.

Was die Unix-Systeme - bisher das wichtigste Standbein der CTM - betrifft, will Speyer auch hier für einen klaren Standard sorgen: Systeme mit einem Ein-Prozessor-Unix wurden bereits auf der SYSTEMS gezeigt, eine Multiprozessor-Version soll auf der kommenden CeBIT vorgestellt werden. Während das Unternehmen bisher auf das hauseigene Betriebssystem ITOS setzte, werden die neuen Geräte unter AT&T Release V.1 laufen. Die ITOS-Programme und Daten sollen soweit möglich auf das neue Betriebssystem konvertiert werden können. Darüber hinaus will CTM auch im Workstation Markt Fuß fassen. Geplant ist hier eine auf dem Mips-Prozessor 3000 basierende RISC Maschine, deren Vorstellung für die CeBIT geplant ist. Harald Speyer erläuterte sein Angebot so: Die PCs für das schnelle Geld, die Unix-Systeme für die schon vorhandenen zufriedenen Kunden und die Workstations als etwas "echt neues". Mit der Hilfe einer internationalen Werbeagentur soll der Name CTM bis 1992 in 13 europäischen Ländern etabliert werden, darunter Frankreich, Italien, Großbritannien und Österreich. Speyer hofft, dann im Markt eine wichtige Rolle als deutscher Anbieter spielen zu können Bereits im nächsten Jahr will das Unternehmen einen Umsatz von 170 Millionen Mark erwirtschaften. Die Finanzierung des Unternehmen wird weitgehend von zwei Banken getragen: der Münchner Hypo-Bank und der Süddeutschen Genossenschaftsbank.