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22.12.1995

Spontan erstellte Module gefaehrden Projekte Objektorientierung verlangt Entwickler mit viel Disziplin

MUENCHEN(CW) - Der Einsatz von objektorientierten Sprachen und 4GL- Tools verleitet Programmierer und Anwender dazu, Software mit "Ad- hoc-Code" anzupassen. Diese Form der Kreativitaet erschwert die Produktpflege und verteuert die Portierung auf andere Plattformen.

Solche wildgewachsenen Programme verdanken ihre Existenz zumeist einem Mangel an straffer Projektplanung und -durchfuehrung. Sie sind schwer zu verwalten und verschenken einen der Vorteile der objektorientierten Programmierung, naemlich die Wiederverwertbarkeit von Code.

Im Zeitalter der CASE-Tools und strukturierter Programmierung waren Programmierer einem strengen Regime unterworfen. Der Pendelschlag in Richtung Spontaneitaet bedroht mit einer Fuelle hastig erstellter Module und Makros mittlerweile ganze Softwareprojekte. Visuelle Tools erschliessen inzwischen auch dem weniger Geuebten die Welt der Software-Entwicklung. Deshalb traegt mittlerweile nicht nur IS-Personal sein Scherflein zur unuebersichtlichen Sammlung von kleinen Programmen und Makros bei, sondern auch Endanwender nehmen auf diese Art Programmanpassungen vor.

Ein amerikanisches Unternehmen kommt deshalb der Umstieg von Windows 3.1 auf Windows 95 mit zwei Millionen Dollar teuer zu stehen, weil insgesamt eine Million Zeilen "inoffiziellen" Codes umgeschrieben werden muessen.

Softwarehersteller besinnen sich angesichts der negativen Nebeneffekte neuer Programmiertechniken auf alte Tugenden. Die Wiedereinfuehrung der strukturierten Programmierung steht wohl nicht mehr auf der Tagesordnung, aber ein Trend zu strengerer Planung der Produktarchitektur und besserer Software-Anpassung laesst sich laut einer Analyse des Marktforschungsunternehmens "Standish Group" eindeutig feststellen.