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25.03.1994

Spotlight

Microsoft und die gute Miene zum boesen Spiel: Die Aeusserung, ein Verzicht auf die Datenkompression in MS-DOS werde kaum negative Auswirkungen auf die Akzeptanz des Betriebssystems haben (siehe CW Nr. 9 vom 4. Maerz 1994, Seite 5: "Verlorener Patentstreit...), ist anscheinend nicht ganz ernst zu nehmen. Waehrend der Gerichtsverhandlung beim Rechsstreit mit Stac Electronics wurde ein Videoband gezeigt, in dem Microsoft-Chef Bill Gates bei der Vorstellung von MS-DOS 6 ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Wir kamen, sahen und doppelten" trug. So unwichtig war Double Space also wohl doch nicht.

Kleine Ursachen loesen oft grosse Wirkung aus: So befuerchten viele DV-Spezialisten ein Chaos, wenn am 31. Dezember 1999 die Computeruhren dieses Planeten eine Zwei am Anfang der Jahreszahl anzeigen sollen. Wie der Computercenter-Manager eines neuseelaendischen Kreditinstituts gegenueber der CW- Schwesterpublikation "Computerworld New Zealand" erlaeuterte, muessen vor allem solche Anwenderunternehmen auf der Hut sein, deren Software-Altlasten mehr als 15 Jahre auf dem Buckel haben.

Wer keine Lust mehr hat, kiloschwere Marktuntersuchungen zu schleppen, wird sich ueber ein neues Angebot der Datapro Information Services Group, Delran, New Jersey, freuen: Das Marktforschungsunternehmen liefert seinen Report zum Thema Client- Server-Software ab sofort auch in leichtgewichtiger Form - sprich: als CD-ROM - an die Kunden aus. Die silberne Scheibe laesst sich laut Anbieter unter DOS, Windows oder Macintosh anzapfen.

Produktbezeichnungen geben haeufig Anlass zur Verzweiflung, besonders wenn die Aneinanderreihung von Konsonanten oder eingestreuten Zahlen zu wahren Zungenverrenkungen noetigt. Eine Ausnahme bilden Betriebssysteme, die zumindest im Planungsstadium von assoziativen Namen geschmueckt werden. Im Gegensatz zum nuechternen "OS Halbe", das immerhin noch Rueckschluesse auf seine Natur als Operating-System zulaesst, stellen Microsofts Chicago und Cairo den Anwender vor die Aufgabe, einen Bezug zum Produkt zu finden. Die kreativen Koepfe bei Apple bedienen sich nun der Komponistenszene: Copland, im Jahr 1900 in New York geboren und von Apple zum Nachfolger fuer System 7 ernannt, wird als gemaessigt moderner Klassiker bezeichnet. Er leitet deshalb im naechsten Jahr nur den Auftakt ein. Den symphonischen Hoehepunkt der Apple- Betriebssysteme soll 1996 Gershwin dirigieren.