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04.12.1992

SPOTLIGHT

Sunsoft gibt sich enttäuscht über den früheren Technologiepartner Unix Software Laboratories Inc. (USL). Das Unternehmen beklagte sich gegenüber dem britischen Brancheninformationsdienst "Computergram" darüber, daß die USL mit Unix V.4.2 und Univels Unixware gleich zwei Konkurrenzprodukte zum eigenen PC-Unix Solaris 2 auf den Markt bringt. Dieses Verhalten sei undankbar, wo Sunsoft doch 80 Prozent des USL-Codes entwickelt habe.

Die Portland Group Inc. in Wilsonville, Oregon, und die Syracuse University wollen künftig gemeinsam Compiler und Werkzeuge für Parallelrechner entwickeln. Erstes Ergebnis der Kooperation soll

ein Hochleistungs-Fortran-Compiler auf der Basis von Fortran 90 sein, mit dem Programmierer Software für eine Reihe unterschiedlicher Parallel-Architekturen schreiben können. Die Anforderungen, die der Compiler erfüllen soll, hat nach einer Meldung des englischen Branchendienstes Computergram" der Interessenverband "High Performance Fortran Forum" gestellt.

Amerikanische Windows-Anwender haben im Durchschnitt acht Anwendungen im Zugriff. Sie rangieren damit vor Macintosh-Benutzern mit sieben, und vor MS-DOS-Anwendern mit rund fünf Programmen pro Rechner. Zu diesem Ergebnis gelangen die Marktforscher von Infocorp. Unter Windows- und DOS kommen vorwiegend Textverarbeitungs-Systeme zum Einsatz. Mac-Anwender dagegen arbeiten in erster Linie mit Grafikpaketen.

Nach Novell gibt jetzt auch das Berliner Softwarehaus Tommy Software den CeBIT-Veranstaltern einen Korb. In der Begründung heißt es unter anderem: "Viele Fachbesucher meiden die gigantische Show. Statt dessen füllt desinteressiertes Laufpublikum die Hallen. Die mangelhafte Konzeption, Organisation und Durchführung macht die CeBIT für Anbieter professioneller Software unattraktiv."

Apple hat den Produktentwicklungs-Zyklus verkürzt gedenkt nun, den Markt in immer kürzeren Abständen mit Neuerscheinungen zu beglücken. Neben neuen Modellen des Powerbook-Notebooks, der einen Farbbildschirm, erhalten wird, sind auch Multimedia-Neuankündigungen geplant. Wie die neuseeländische "Computerworld" berichtet, will Apple gemeinsam mit IBM und Kodak internationale Standards für Multimedia-Anwendungen erarbeiten, die dann in das Produkt "Quicktime" einfließen sollen.

Bis Ende nächsten Jahres will die Micro Focus Plc., Newsbury, Berkshire, ihre Cobol-Version 3.0 mit den meisten zugehörigen Entwicklungswerkzeugen auf Macintosh. Rechner von Apple portiert haben. Das berichtet der Londoner Informationsdienst "Computergram".

Nur weil Outsourcing-Anbieter Expertenwissen bei der Lösung bestimmter IT-Probleme nachweisen können, sollten sie noch nicht die Verantwortung über die komplette DV-Umgebung ihrer Kunden erhalten. Dieser Ansicht ist nach einer Meldung der "Computerworld" der ehemalige Compaq-Geschäftsführer Rod Canion. Outsourcing sei lediglich eine von vielen Möglichkeiten, Re-Engineering-Vorhaben durchzuführen.

Komplexe Softwarepakete, so behauptet der US-Newsletter "Object-Oriented Strategies" in seiner November-Ausgabe, sind akut vom Aussterben bedroht. "Anbieter werden Software schon bald nur noch als Komponenten verkaufen", meint Herausgeber Paul Harmon. Dazu zählten Rahmenkonzepte, Klassenbibliotheken und einzelne Module.

Typographie-Spezialist H. Berthold AG verteidigt seinen Markt für Druckschriften. Obwohl selbst mit der Produktion von Postscript-Schriften im Verzug, bezichtigt das Unternehmen Anbieter solche Fonts der Softwarepiraterie. Zu den Unternehmen, die Berthold ins Visier genommen hat, gehören die Kölner Type-Industrie und deren Züricher Vertriebsunternehmen sowie die Hamburg er Primafont GmbH.

Den Typographie-Spezialisten Berthold und Linotype steht Konkurrenz ins Haus. Professionelle DTP-Anwender können jetzt ihre Schriften auch bei der Hamburger Primafont GmbH ordern. Das Unternehmen hat 1301 klassische Schriften für den Postscript-Einsatz auf Macintosh-Rechnern und Windows-PCs nachgeschnitten, optimiert und aus urheberrechtlichen Gründen mit neuen Bezeichnungen versehen. Trotzdem mußte das Unternehmen inzwischen 92 von Bertold stammende Schriften aus seinem Angebot streichen. Das jetzt aus 1209 Schriften bestehende Paket unterstützt die Formate Mac Type 1, Mac Type 2, Mac Truetype sowie DOS Type 1 und DOS Truetype und kostet 10 400 Mark.