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11.12.1992

SPOTLIGHT

Die Enfin Software GmbH, Stuttgart, Hersteller des gleichnamigen objektorientierten Entwicklungswerkzeugs ist in Bewegung. Das Unternehmen, dessen Enfin/2-Produkt von der IBM für OS/2 vermerktet wird, lud kürzlich zu einer Anwenderkonferenz. Mangels

User-Interesse mußte die Veranstaltung allerdings abgeblasen werden. Dabei gäbe es durchaus Neues zu vermelden: In Kürze will sich die Easel Corp., Burlington, Massachusetts, als Seniorpartner der im Herbst vollzogenen Fusion vorstellen. Außerdem hat Ernsts, Kelting, Chef des Easel-Distributors Aglais, die Geschäftsführung von Enfin übernommen.

Microsoft will sich mit Windows NT auf möglichst vielen RISC-Plattformen ausbreiten. Als Beispiele nennt die Bill-Gates-Company Suns Sparc-Rechner, HPs Precision Architecture und IBMs Power-Chip. Kaum ein Wort verliert Microsoft dagegen über den Alpha-Chip von Digital Equipment, ist dem britischen Informationsdienst "Computergram" aufgefallen. Die Briten stellen Mußmaßungen an, nach denen Microsoft DEC vor den Kopf stoßen wolle.

IBM scheint die Entwicklung einer eigenen Unix-Datenbank noch nicht aufgegeben zu haben. Das in Branchenkreisen als "AIX Data Manager" bezeichnete System, das ursprünglich schon im Februar 1992 lieferbar sein sollte, wird nach Angaben von IBM-Manager Don Hederle irgendwann im nächsten Jahr herauskommen. Nach einer Mitteilung der "Computerworld" wird das Datenbanksystem in wesentlichen Bestandteilen auf dem Database Manager für OS/2 Extended Edition basieren.

Die Walldorfer SAP AG scheint eine Schwäche für Mitarbeiter der Open Software Foundation (OSF) zu haben. Nach Paul Wahl, dem ehemaligen Europa-Direktor der OSF, steht nach Angaben des Londoner Branchendienstes "Computergram" inzwischen auch Hans-Josef Jeanrond, vormals OSF-Regionaldirektor European Operations, auf der Payroll des Softwarehauses. Wahl leitet das Marketing in Deutschland, Jeanrond ist Marketing-Direktor der französischen SAP-Filiale.

Die Darmstädter Software AG, langjähriges Mitglied der Open Software Foundation (OSF), ist jetzt auch der Herstellerorganisation Unix International beigetreten. Das größte deutsche Softwarehaus will sich verstärkt im Unix-Markt engagieren.

Von dem Begriff "Workgroup" will die Computer Associates Inc. (CA) nicht viel wissen. "Heute wird alles, was mit Netzwerken zu tun hat, als Workgroup-Computing bezeichnet", beklagt sich Mark Sokol im Gespräch mit der "Computerworld". Auch bei CA, so der

Direktor für Produktstrategien, liefen Workgroup-Projekte - sie würden allerdings in übergeordnete Entwicklungsstrategien integriert und anders benannt.

Die für Mitte nächsten Jahres erwartete MS-DOS-Version 6.0 wird möglicherweise Elemente einer Antiviren-Software enthalten. Wie die "Computerworld" meldet, dürften dabei Produkte von der Central Point Software Inc. Berücksichtigung finden. Das amerikanische Softwarehaus liefert bereits heute entsprechende Tools für DOS- und Windows-Umgebungen.

Die Leser der amerikanischen Datenbankzeitschrift "Data Based Advisor" schätzen offensichtlich die Produkte von Gupta Technologies. Nicht ohne Stolz teilt die Münchner Niederlassung mit, "Quest" sei zum besten Abfrage-Tool, "SQL-Base" (neben dem SQL-Server von Microsoft) zum besten Datenbank-Server und "SQL-Windows" zum besten Entwicklungsprodukt gekürt worden. Verglichen wurden die bekanntesten Datenbank-Management-Systeme für PCLAN-Umgebungen.

Zwei Unfälle lassen Zweifel an der DV-Sicherheit im New Yorker Finanzviertel aufkommen. Ein Feuer, das in einem Block nördlich der American Stock Exchange ausbrach, führte zu einer immensen Rauchentwicklung. Die Computer wurden abgeschaltet, der Börsenhandel eine halbe Stunde nach der Öffnung eingestellt. Die Kunden waren nach einer Meinung des "Computer Fraud & Security Bulletin" von dem Ausfall nicht betroffen, da die Geschäfte von den Börsen in Philadelphia und San Franzisko übernommen wurden. Einige Tage später führte ein Wasserrohrbruch zu einem erneuten Ausfall der Computeranlage von einigen Banken und Brokerunternehmen.

Falschen Alarm gab es bei der Canadian Stock Exchange. Ein Anrufer, der sich selbst als einen unzufriedenen ehemaligen Mitarbeiter des Börsenhauses beschrieb, meldete dem örtlichen Nachrichtensender, er habe einen Virus in das Computersystem eingeschleust. Eine ganze Nacht lang waren Spezialisten damit beschäftigt, nach dem Eindringling zu suchen.