Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.10.1986

Sprach man bisher von der schlechten "Benutzerakzeptanz", wäre es heute viel richtiger, von einem "Identifikationsproblem" zu reden. Der Nützlichkeit, ja wirklichen Erleichterung, die die DV für den Anwender bedeutet und die er auch als solche erfährt, s

Sprach man bisher von der schlechten "Benutzerakzeptanz", wäre es heute viel richtiger, von einem "Identifikationsproblem" zu reden. Der Nützlichkeit, ja wirklichen Erleichterung, die die DV für den Anwender bedeutet und die er auch als solche erfährt, stehen diverse, oft unbestimmte Ängste entgegen - Ängste, die keineswegs ignoriert werden dürfen. Denn zur Einführung eines neuen Systems müssen bestimmte Regeln beachtet werden. Kooperation mit den Fachabteilungen muß so früh wie möglich, das heißt bereits in der Konzeptionsphase, angestrebt werden, um Grundvoraussetzungen für eine Identifikation zu schaffen.

In den nächsten Schritten können moderne Hilfsmittel (Maskenentwurfsprogramme etc.) ein Instrument sein, mit dem Fachabteilungen und DV-Personal zusammen eine Anwendung entstehen lassen. Dabei lassen sich bereits viele altbekannte Ängste aus dem Wege räumen, zum Beispiel auch das Bild vom wegrationalisierten Arbeitsplatz". Es sollte dabei zweistufig vorgegangen werden, denn zum einen muß der Zweck (der Vorteil) deutlich gemacht werden, den der Einsatz der DV mit sich bringt, und zum anderen muß die natürliche Neugierde geweckt und gefördert werden.

Eine der wichtigsten Aufgaben der DV-Crew ist neben der bloßen Weitergabe von technischen Fakten folgende: Den künftigen Benutzern der Geräte muß vermittelt werden, daß sich ihre Aufgabe keineswegs darauf beschränkt, Bediener einer Maschine zu sein, und daß die Maschinen dazu da sind, ihnen langwierige oder monotone Arbeiten abzunehmen oder zu erleichtern.

Sie müssen also bewußtseinsmäßig in die Lage versetzt werden, die Maschine als ein zur eigenen Arbeitserleichterung geschaffenes Instrument anzusehen - und nicht als existentielle Bedrohung. Was man begreift - und sei es noch so bedrohlich - kann einen reicht so lähmen wie eine Furcht vor etwas Unbekanntem. Man kann niemanden gegen seinen Willen zwingen, eine neue Technik anzunehmen. Man kann sich nur seine Neugier, sein Interesse und seine Bequemlichkeit zunutze machen.

Darüber hinaus kann die fruchtbare Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen verstärkt zur Bildung einer Corporate-Identity beitragen, die erfahrungsgemäß zu einer Motivationssteigerung im gesamten Betrieb führt.

Eine Wesentliche Aufgabe der Verantwortlichen besteht darin, die Entmystifizierung der DV an sich und der DV- "Gewaltigen" - vom Operator bis zum Organisator - voranzutreiben. Wenn es etwas gibt, das die natürliche Angst des Anwenders vor dem Neuen, Unbekannten überwinden hilft, so ist es die Gewißheit, daß auch die "Eingeweihten" ihre eigenen Probleme mit der Materie haben und selber beständig um ihre Lösung bemüht sind.

Markus Neubauer Bereichsleiter Datenverarbeitung, Wolfgang März Strickwarenfabrik GmbH, Mönchen

Vergleiche dazu auch "Thema der Woche" auf Seite 10 dieser Ausgabe.