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14.06.1996 - 

IBM hatte die Nase vorn

Spring-Comdex: Im Rampenlicht standen Produkte für Web-Server

Ginge es nur um die Präsenz, so läge die IBM in diesem Jahr weit vor Microsoft. Daß sich die Armonker jedoch vor allem mit Windows- und NT-Software präsentierten, erfüllte nicht wenige OS/2-Anwender mit gemischten Gefühlen. In Chikago wurden DB2 für Windows und DB2 für Windows NT, Version 2.1.1, vorgestellt. Hinzu kamen die Entwicklungsumgebung Visual Age für Basic und Cobol, die beide unter Windows NT und bald auch unter Windows 95 laufen sollen. Außerdem hat Big Blue Betaversionen der Objekttechnik Opendoc für Windows und NT fertiggestellt.

Die IBM gehörte in Chikago mit Motorola und der Mobile Ware Corp. aber auch zu der vielbeachteten Gruppe von Anbietern, die sich durch zusätzliche Komprimierverfahren, Caching-Mechanismen und vor allem durch netzlose Kommunikationstechniken von der besonders durch das rasante Wachstum des Internet angefachten Bandweitendiskussion lösen wollten.

Zur Verringerung von Staus auf der Datenautobahn möchten alle drei Hersteller den Anwendern die Möglichkeit geben, oft benutzte Web- Seiten auf den Rechnern der Anwender zu speichern, so daß beim Zugriff via Netz nur noch einige Daten aufgefrischt werden müssen. Dafür verwendet Mobile Ware beim "Web Mirror" die bislang im Netz- und System-Management verbreitete Agent-Technik, die im Hintergrund aktiv werden kann. Das heißt, daß auch Seiten auf den neuesten Stand gebracht werden, die der Anwender gerade nicht benutzt.

IBM-Division für mobile Systeme gegründet

Web Mirror wird im Juli freigegeben, während die entsprechenden Produkte "Wireless Web Express" von der IBM und Motorolas "Air Web" erst für Ende dieses Jahres erwartet werden. Die IBM hat für ihre kabellosen Tools sogar einen eigenen Geschäftsbereich mit der Bezeichnung IBM Mobile & Wireless Systems gegründet, der sich auf der Comdex vorstellte.

Außerdem nutzte IBM das DV-Spektakel, um das kürzlich angekündigte Sprach- und Diktiersystem "Merlin" einem breiten Publikum vorzustellen. Die Software, die bei etwa 10000 Anwendern gegen Ende dieses Monats in den Betatest geht, soll zusammen mit Mikrofon und Kopfhörer sowie einer Funktion zur Unterdrückung typischer Bürogeräusche ausgeliefert werden.

Microsoft versprach, daß das seit Jahren angekündigte Cairo- Betriebssystem in einer 64-Bit-Version entwickelt werden soll. Diese Technologie hat den Vorteil, daß die Hauptspeichergrenze von höchstens 2 GB keine Rolle mehr spielt. Das ist vor allem für die Arbeit mit großen Datenbanken von Vorteil. Implementiert wird das Betriebssystem zuerst auf den Alpha-Rechnern des Partnerunternehmens Digital. Von den Objekt-Features des ursprünglich als vollständig objektorientiert angekündigten Betriebssystems war in Chikago keine Rede.