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12.11.1998

Springt Lotus auf den Linux-Zug?

MÜNCHEN (CW) - Auch Lotus Development überlegt, der wachsenden Gemeinde der Linux-Unterstützer beizutreten. Nach eigenen Angaben soll eine neugegründete Arbeitsgruppe "Notes" und den "Domino"-Server sowie das Büropaket "Smartsuite" auf die Open-Source-Plattform portieren. Die Ankündigung trifft jedoch auf geteiltes Echo.

In ersten Reaktionen begrüßten Linux-Anwender insbesondere die Möglichkeit, das Betriebssystem künftig mit Notes nutzen zu können. Analysten hingegen sehen in dem Vorhaben in erster Linie ein wenn auch schwaches Signal gegen Microsofts Dominanz am Desktop. Wollte Lotus etwa seine Smartsuite wirklich gegen Pakete wie "MS-Office" positionieren, dann, so die Experten, sei nicht Linux der Schlüssel zum Erfolg, sondern mehr Funktionalität unter NT. Eine Alternative zu Windows wäre zudem Java. David Marsak, Analyst der Patricia Seybold Group aus Boston, fordert deshalb, daß Lotus den Code seines Java-basierten Büropakets "E-Suite" offenlegen solle, um die Anwendungsentwicklung zu fördern.

Während Lotus im kommenden Jahr seine Produkte mit Schnittstellen zu Linux versehen haben will, sind andere Desktop-Anbieter schon weiter. So bietet Corel demnächst auf seiner Web-Site die Textverarbeitung "Wordperfect 8 for Linux Personal Edition" als Download an. Weitere Anwendungen inklusive eines Büropakets und einer Server Edition sollen folgen.