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25.07.2003 - 

Erweiterter Web-Services-Support

SQL Anywhere geht in die neunte Runde

MÜNCHEN (IDG) - Die auf mobile Datenbanken spezialisierte Sybase-Tochter iAnywhere Solutions Inc. will im dritten Quartal Version 9 von "SQL Anywhere Studio" veröffentlichen. Das Upgrade soll über Web-Services die Anbindung von Back-Office-Applikationen mit mobilen Endgeräten deutlich vereinfachen.

Insgesamt enthält Release 9 rund 200 Verbesserungen, erklärt Chris Kleisath, Chefentwickler der kalifornischen Company. Sie lassen sich im Wesentlichen in die drei Kategorien Plattform- und Standardunterstützung, Performance und Skalierbarkeit sowie Produktivität in der Entwicklung einteilen. So ermöglicht zum Beispiel die Eigenschaft, Daten im XML-Format austauschen zu können, eine einfachere Integration der Datenbank in die unternehmensinterne IT-Architektur.

Die neue Version von SQL Anywhere Studio wird einen integrierten HTTP-Server enthalten und die Fähigkeit besitzen, auf Soap basierende Anfragen zu beantworten. Die Entwicklung solcher auf Web-Services-Standards gestützter Anwendungen kann in einer Java-Entwicklungsumgebung erfolgen, dank des auf .NET Framework und .NET Compact Framwork erweiterten Plattformsupports künftig aber auch in Microsofts Visual Studio .NET.

64-Bit-Performance

Gleichzeitig ist Release 9 der Startschuss für eine 64-Bit-Version der Datenbank, die unter Windows auf Itanium-2-Prozessoren läuft. Varianten für Linux, HP-UX und Mac OS X (hier nur 32-Bit-Unterstützung) sind ebenfalls geplant, folgen aber erst im vierten Quartal.

Für mehr Performance soll das Tool "Index Consultant" sorgen, das den anwendungsspezifischen Umgang mit der Datenbank protokolliert und daraus Möglichkeiten für eine effektivere Indizierung ableitet. Laut Kleisath verspricht dieser Ansatz mehr Vorteile als die bislang verwendeten Optimierungs-Tools, die sich auf die Entwicklungsphase konzentrieren und dabei zwar den Aufbau einer leistungsfähigen Datenbankstruktur unterstützen, die Query-Operationen auf der Datenbank allerdings weniger berücksichtigen. Andere Performance-Verbesserungen kommen in Form von überarbeiteten Abfragealgorithmen sowie eines neuen Cache-Management-Systems. Im Resultat soll das Upgrade bis zu 1000 zeitgleich arbeitende Benutzer unterstützen können.

Bezüglich der Anwendungen besteht die Möglichkeit, dynamische SQL Querys in die mobilen Applikationen einzubauen. Die bidirektionale Synchronisation der Frontend-Datenbank mit der des Servers erfolgt entweder über eine Internet-Verbindung oder durch den Versand einer SMS, die am Empfängersystem die Anwahl des Servers initiiert. Für das zweite Szenario geeignete Geräte sind laut Kleisath zum Beispiel Handsprings "Treo" oder HPs "Ipaq"-PDA mit Wireless-Technik.

Zu den Betatestern von SQL Anywhere Studio 9 gehört die norwegische Firma I-Ticket, deren auf dem Upgrade aufgesetzte "Transfer"-Applikation XML-formatierte Daten über die Ticket-Verkäufe in zahlreichen Kinos des Landes sammelt. Die auf einem zentralen Server synchronisierten Informationen werden dann mit den Daten der Filmdistributoren abgeglichen. Da die System-zu-System-Kommunikation auf Basis von Web-Services-Techniken des in der Datenbank vorgehaltenen ".NET Data Provider" erfolgt, kann sich I-Ticket die Anpassung seiner Applikation an die Systeme der Distributoren sparen. (ue)