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07.08.2008

SQL Server 2008 geht an den Start

Microsofts neue Datenbankversion glänzt mit einer durchgängig richtliniengestützten Verwaltung.

Nach Windows Server 2008 und Visual Studio 2008 schiebt Microsoft nun die finale Version von SQL Server 2008 nach. Der Verzug lässt sich damit erklären, dass die Datenbank inzwischen als zentrale Server-Komponente auch für geschäftskritische Anwendungen großer Unternehmen positioniert wird und man sich deshalb in Redmond die möglichen Bugs eines zu früh freigegebenen Release nicht erlauben wollte.

Vereinfachte Administration

Besonders freuen dürfte den Administrator der Umstand, dass er nun alle Datenbankfunktionen auf Basis von Richtlinien verwalten kann. So lässt sich zum Beispiel für Tabellen oder Passwörter ein Namensschema festlegen oder ein Datenbank-Backup nur nach zuvor definierten Sicherheitsregeln vornehmen. Neu ist auch die Möglichkeit, mehreren Benutzern unterschiedliche Systemressourcen zuzuweisen, sei es in Form von CPU-Leistung oder anteiligem Hauptspeicher.

Im Bereich Business Intellligence ist ein Highlight der gegenüber der Vorgängerversion 2005 deutlich geringere Speicherbedarf für große Tabellen, die viele Nullen als Datentyp enthalten. Eine zweite Verbesserung kommt mit der spürbaren Leistungssteigerung für Olap-Abfragen, ohne dass der Anwender hier eigens tunen müsste. Interessant für Planungsszenarien ist ferner das Feature, Daten nun direkt in einen multidimensionalen Cube schreiben zu können, was bislang nur über den Weg der relationalen Strukturen möglich und deshalb entsprechend langwierig war.

Die Reporting-Services, mit denen man Berichte erstellen und betrachten kann, erfordern nun nicht mehr die Installation von Microsofts Internet Information Services (IIS). Vielen Administratoren dürfte dies entgegenkommen, da sie eine Datenbank mit geschäftskritischen Informationen nur ungern zusammen mit einem potenziell auch außerhalb des Unternehmens zur Verfügung stehenden Web-Dienst kombiniert haben.

Schließlich hebt Microsoft noch die Unterstützung von Geo-Daten (Spatial-Datentypen) für standortbezogene Anwendungen hervor. Hier gibt es allerdings erste Stimmen, dass die Mischung aus objektorientiertem und relationalem Arbeiten, was die Bedienung betrifft, noch etwas gewöhnungsbedürftig sei.

Die kostenlosen Editionen SQL Server 2008 Express und SQL Server Compact 3.5 stehen ab sofort zum Download bereit. (ue)