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07.04.2005

SSA PLM bietet Multi-Site-Unterstützung

Version 8.0 verbessert die CAD- und Workflow-Mechanismen.

SSA Global, Anbieter von ERP-Lösungen für die Fertigungsindustrie, hat sich bei der Entwicklung von "SSA Product Lifecycle Management 8.0" auf eine bessere Anbindung von CAD-Systemen, Multi-Site-Konzepte und zusätzliche Workflow-Funktionen konzentriert. Das vormals als "iBaan PLM" vermarktete Produkt bindet die letzten beiden Versionen zahlreicher 3D-CAD-Programme ein, darunter "Catia V4" und "V5", "Solidworks", "Solidedge", "Unigraphics" und "Pro/E". Darüber hinaus lässt sich die PLM-Umgebung auch mit 2D-CAD-Produkten verknüpfen, die noch bei vielen Anwendern in Betrieb sind.

Baugruppendarstellung

Die CAD-Kopplung erlaubt es, Modelle sowie die Baugruppenstrukturen aus den Konstruktionsprogrammen via PLM zu verwalten. Dazu zählt auch die Vergabe von Zugriffsberechtigungen. Aus den Konstruktionsdaten leitet die PLM-Software zum Beispiel Konstruktions- sowie Fertigungsstücklisten ab. Zu den zusätzlichen Features zählt die Möglichkeit, bei komplexen Baugruppen nur die Elemente im PLM-Frontend darzustellen, an denen der Anwender arbeiten möchte, während die restlichen Strukturdaten im Hintergrund geladen werden. Auf diese Weise muss der Nutzer nicht warten, bis ein umfängliches 3D-Modell komplett im Viewer der PLM-Software erscheint.

Charakteristisch für PLM-Lösungen ist die Kopplung mit ERP-Systemen. So übermittelt SSA PLM 8.0 die in der Konstruktion entstandenen Informationen beispielsweise an das hauseigene "SSA ERP". Umgekehrt haben Konstrukteure über das PLM-System Zugang zu ERP-Daten und können so den Lagerbestand von Teilen beziehungsweise deren Lieferzeiten und Preise abrufen. Hierzu sind laut SSA weder ERP-Kenntnisse noch -Lizenzen erforderlich. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich hierbei um ein Alleinstellungsmerkmal, das Konkurrent SAP so nicht bieten könne. Auf diese Weise sind Experten aus der Konstruktionsabteilung in der Lage, am PLM-Client die Konstruktions- mit der Produktionsstückliste zu vergleichen. Somit erfährt der Produktentwickler Änderungen in den Stammdaten, die ihm sonst oft verborgen blieben, beispielsweise, dass bestimmte Teile nicht mehr selbst gefertigt, sondern hinzugekauft werden. Demnächst wird PLM 8.0 eine Schnittstelle zu "SSA ERP LN" erhalten (dem Nachfolger von "Baan V"). Neuerdings lassen sich ganze Entwicklungsprojekte kopieren und so Vorlagen für ähnliche Kundenaufträge erzeugen. Hierbei werden sämtliche Baugruppen, Vorschriften, Arbeitsvorgaben, Montageanleitungen sowie Prüfprozesse dupliziert.

Workflow erinnert an Aufgaben

Ausgebaut hat der Hersteller die Workflow-Mechanismen. Innerhalb der PLM-Software werden damit Änderungsvorgänge in der Konstruktion gesteuert. Firmen legen so zum Beispiel fest, wer welche Änderungen vorneh- men darf und welche Schritte dazu erforderlich sind. Die Komponente informiert nun automatisch Mitarbeiter oder Arbeitsgruppen per E-Mail (via Lotus Notes oder Outlook) über vorgenommene Änderungen und erinnert sie an noch ausstehende Aufgaben. Dies kann zeitgesteuert erfolgen, um Verzögerungen zu vermeiden.

Web-Client für externen Zugriff

Auch den Java-basierenden Web-Client hat SSA Global verbessert. Er erhielt eine neue Bedienoberfläche. Anwender im Intranet sowie externe Nutzer von Kunden- oder Lieferantenunternehmen können über das Frontend Artikel suchen, Vorschriften abrufen sowie sich Zeichnungen anzeigen lassen und diese markieren ("Redlining"). Zudem nehmen diese Anwender an Workflows teil.

Laut SSA Global unterstützt PLM 8.0 Anwender dabei, EU-Richtlinien wie Waste of Electric and Electronic Equipment (kurz WEEE, Entsorgung gebrauchter elektrotechnischer und elektronischer Geräte) sowie Restriction of Hazardous Substances (kurz RoHS, Verbot bestimmter Inhaltsstoffe) einzuhalten. Dies umfasst Materialvorgaben und Arbeitsschritte sowie Vorschriften, die im System hinterlegt werden.

Mandantensteuerung

Eine weitere Neuerung betrifft die Multi-Site-Unterstützung. Eugen Kienzler, Geschäftsführer von Sigma Software und Consulting aus Leonberg und Experte für PLM, begrüßt dieses Features, da es nun besser als bisher möglich ist, standortübergreifend PLM-Daten auszutauschen (Collaboration). So sind Unternehmen in der Lage, ihre Fertigungsstätten als Mandanten zu führen, wobei die Niederlassungen sowohl ERP-Systeme von Drittherstellern als auch unterschiedliche Releases der SSA-ERP-Produkte verwenden können. Grundsätzlich gleichen die Werke ihre Daten zeitnah ab. Umfangreiche Informationen wie etwa komplexe CAD-Zeichnungen werden per Replikation meist in der Nacht zwischen einzelnen Firmen synchronisiert.

Zugute kommt den Anwendern laut Kienzler ferner, dass die Software nun mehr freie Datenbankfelder für kundenspezifische Anpassungen bereitstellt. Darüber hinaus berücksichtige PLM 8.0 die Variantenkonstruktion der unterstützten CAD-Systeme besser als bislang.