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17.02.1984 - 

Neue Budgetmittel bewilligt:

Staat will Mikroelektronik fördern

WIEN (apa) - Eine verstärkte staatliche Förderung sollen die neuen Technologien Mikroelektronik und Informationsverarbeitung ab Herbst 1984 erhalten. Ein Mikroelektronik-Förderungsprogramm der Bundesregierung für die Jahre 1984 bis 1987 sieht zehn Technologieschwerpunkte vor, mit denen jeweils ein Forschungsinstitut beauftragt wird. An zusätzlichen zweckgebundenen Forschungsmitteln werden hierfür 1984 30 Millionen Schilling und ab 1985 jährlich weitere 70 Millionen Schilling verfügbar sein.

Für die Umsetzung von Forschungsergebnissen in die Praxis wird das Bundeskanzleramt interessierten Betrieben ab September 1984 Investitionsförderungsmittel bis zu 250 Millionen Schilling insgesamt jährlich zur Verfügung stellen. Die Zuschüsse werden mit zehn Millionen Schilling pro Unternehmen und Jahr begrenzt, um die Mittel auch Klein- und Mittelbetrieben zukommen zu lassen. Bevorzugt sollen Anträge jener Interessenten werden, welche die Einführung neuer Technologien begleitet von sozialen Maßnahmen und unter Mitsprache der Belegschaftsvertreter planen. Die Abwicklung wird laut Wissenschaftsminister Dr. Heinz Fischer ein Koordinationskomitee besorgen, dem Vertreter der Sozialpartner angehören und das auch für die notwendige Öffentlichkeitsarbeit sorgen soll. Derzeit klaffe noch immer ein großes Loch zwischen den hochqualifizierten Forschungsergebnissen der Hochschulen und deren praktischem Einsatz in der Wirtschaft.

Ende 1983 habe es in Österreich rund 60 Forschungsstätten mit insgesamt rund 800 Mitarbeitern für den Bereich Mikroelektronik und Informationsverarbeitung gegeben. Gegenwärtig befänden sich zwölf Projekte im Stadium der Planung beziehungsweise Prüfung. Dazu gehöre beispielsweise die Weiterentwicklung des Btx-Terminals "Mupid" zu einem Btx-fähigen Kleincomputer die Weiterentwicklung des Rechnerverbundes zwischen den Universitäten Wien, Linz und Graz, Untersuchungen über die Anwendung von Industrierobotern und Rechnern mit künstlicher Intelligenz sowie über den Einsatz von CAD-Systemen unter Berücksichtigung sozialer Aspekte.