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16.01.1976 - 

Frederick von zur Mühlen übernimmt Spezial-Referat:

Staatsanwalt gegen Computerkriminalität

MÜNCHEN - In München gibt es seit Jahresbeginn den ersten Staatsanwalt der Bundesrepublik, zu dessen Aufgabengebiet offiziell ein Referat für "Computerkriminalität" gehört : Oberstaatsanwalt Frederick von zur Mühlen. Er ist Leiter einer der beiden Wirtschaftsabteilungen bei der Staatsanwaltschaft München I, die für "große" Wirtschaftsstrafsachen wie Betrug und Unterschlagung zuständig sind. Dem 41jährigen, der seit elf Jahren im Justizdienst tätig ist und seine

DV-Kenntnisse bei Kursen des bayerischen DV-Landesamtes erwarb, wurde der Computerbereich zusätzlich aufgetragen. "Von der Arbeitszeit her ist das für mich ein Nebensektor", erklärte von zur Mühlen. Die Zahl der Fälle ist bislang nicht groß: 1975 wurde in München eine Buchhalterin verurteilt, die mit Lochkarten manipuliert hatte - der nächste Prozeß ist für 1976 in Aussicht, nämlich der jenes Systemanalytikers, der sich bei der Münchener Linde AG dreimal auf die Gehaltsliste gesetzt hatte (CW Nr. 47 vom 21. November 1975): Die Spezialisierung wurde vor allem im Hinblick auf die zu erwartende Datenschutzgesetzgebung vorgenommen,

Frederick von zur Mühlen ist übrigens ein Vetter von "Sheriff Rainer" von zur Mühlen, der in der Bundeshauptstadt den Informationsdienst "Sicherheitsberater" herausgibt. Der Münchener Computer-Staatsanwalt über den Bonner Datenschutzspezialisten: "Wir wissen zwar voneinander - aber wir haben unsere Arbeit nicht abgesprochen. -py