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22.04.2010

Staatsanwaltschaft erhebt Klage gg Ex-Siemens-Vorstand Ganswindt

MÜNCHEN (Dow Jones)--Im Zusammenhang mit der Siemens-Korruptionsaffäre muss sich ein weiterer Manager vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den ehemaligen Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt Anklage wegen Beihilfe durch Unterlassung zu Bestechung, Steuerhinterziehung und vorsätzlicher Verletzung der Aufsichtspflicht erhoben.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Im Zusammenhang mit der Siemens-Korruptionsaffäre muss sich ein weiterer Manager vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den ehemaligen Siemens-Vorstand Thomas Ganswindt Anklage wegen Beihilfe durch Unterlassung zu Bestechung, Steuerhinterziehung und vorsätzlicher Verletzung der Aufsichtspflicht erhoben.

Ganswindt habe ein System schwarzer Kassen eines Mitarbeiters geduldet und unterstützt, teilte das Oberlandesgericht München am Donnerstag mit. Spätestens Anfang Juli 2003 soll der Vorstand demnach aus Gesprächen von der doppelten Buchführung erfahren haben. Spätestens im Oktober des gleichen Jahres habe er auch gewusst, dass illegale Provisionen gezahlt wurden.

Anstatt einzuschreiten habe Ganswindt dem mittlerweile rechtskräftig verurteilten Mitarbeiter aber freie Hand gelassen. In der Folgezeit seien in sieben Fällen 2,4 Mio EUR an Schmiergeldern gezahlt worden, so das Oberlandesgericht. Über das System schwarzer Kassen sollen ab dem 1. Juli 2003 rund 30,6 Mio EUR der Kontrolle der Siemens AG entzogen worden sein.

Siemens hatte Ende Januar gegen ihre ehemaligen Vorstände Ganswindt und Heinz-Joachim Neubürger Klage auf Schadensersatz eingereicht. Vom früheren Finanzvorstand Neubürger forderte der Münchener DAX-Konzern 15 Mio EUR, Ganswindt soll 5 Mio EUR zahlen.

Webseite: www.siemens.com DJG/sha/smh

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