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21.08.2007

Staatsanwaltschaft kommt bei EADS-Ermittlungen voran

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Staatsanwaltschaft München kommt bei ihren Ermittlungen um vermeintliche Insidergeschäfte mit Aktien des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS voran. Derzeit stehe die Behörde im engen Kontakt mit den Anwälten der fünf Beschuldigten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag Dow Jones Newswires auf Anfrage.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die Staatsanwaltschaft München kommt bei ihren Ermittlungen um vermeintliche Insidergeschäfte mit Aktien des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS voran. Derzeit stehe die Behörde im engen Kontakt mit den Anwälten der fünf Beschuldigten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Dienstag Dow Jones Newswires auf Anfrage.

Es zeichne sich ab, dass die Staatsanwaltschaft München möglicherweise nur für zwei der insgesamt fünf beschuldigten Personen zuständig sei und die anderen drei Verfahren eventuell abgeben werde. Hierüber sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden, sagte der Sprecher.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte Mitte Juli 2007 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München wegen des Vorwurfs des Insiderhandels mit EADS-Aktien gestellt. Die Anzeige war damaligen Angaben zufolge aber weder gegen EADS selbst noch gegen dessen oberes Management gerichtet.

Die Staatsanwaltschaft prüft nun die Unterlagen der BaFin und wird gegebenenfalls ein Strafverfahren einleiten. Das BaFin war dem Verdacht des Insiderhandels seit Mitte vergangenen Jahres nachgegangen. Ausgangspunkt war die Meldung von EADS von Mitte Juni 2006, dass das neue Großraumflugzeug A380 wesentlich später ausgeliefert wird als geplant. Daraufhin war der Aktienkurs eingebrochen.

Einige Führungskräfte von EADS hatten im März und April 2006 Aktientransaktionen vorgenommen. Dazu gehörte auch der damalige EADS-CEO Noel Forgeard. Auch diese Aktientransaktionen waren mit in die Untersuchung des BaFin eingeflossen.

Im Zusammenhang mit dem Vorwurf des Insiderhandels war auch die französische Börsenaufsicht AMF aktiv geworden. Sie hatte führende Mitarbeiter bei EADS befragt. Auch die Hauptverwaltung des Konzerns in Paris wurde Ende Dezember 2006 durchsucht.

Webseite: http://www.eads.com

-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116,

kirsten.bienk@dowjones.com

DJG/kib/nas

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