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04.06.1999 - 

Mosdorf zum Thema Scheinselbständigkeit

Staatssekretär bricht eine Lanze für Existenzgründer

MÜNCHEN (CW) - Um Schadensbegrenzung in Sachen Scheinselbständigkeit hat sich Siegmar Mosdorf, parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, bemüht. In einem Interview mit der CW-Schwesterpublikation "ComputerPartner" brach er eine Lanze für die Existenzgründer, die durch das neue Gesetz nicht behindert werden dürften.

Was die dringend benötigten Arbeitsplätze angeht, setzt Mosdorf ganz auf die IT-Branche. Vertrauend auf die zweistelligen Zuwachsraten im IT-Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren erwartet der SPD-Politiker allein für den Bereich Multimedia zwischen 260000 und 280000 neue Stellen bis zum Jahr 2001. Wichtige Anstöße sollen auch die bereits gegründeten regionalen Anlaufstellen geben, die speziell kleine und mittlere Unternehmen beim Thema E-Commerce beraten.

Auch um die Gründer will man sich verstärkt bemühen. Dazu Mosdorf: "Wir müssen darauf achten, daß bei der konkreten Umsetzung des Gesetzes (gegen die Scheinselbständigkeit, Anm. d. Red.) nicht doch Existenzgründer gegen ihre Interessen ihren Status als Selbständige verlieren." Zur Zeit prüfe eine Kommission, der auch Mosdorf angehört, die praktischen Auswirkungen des umstrittenen Gesetzes.

Um den Personalengpaß in der IT-Branche zu entschärfen, schlug Mosdorf zum einen vor, die IT-Umschulungen durch die Bundesanstalt für Arbeit noch auszudehnen. Bisher nehmen 30000 Personen an den Qualifizierungsmaßnahmen teil. Zum anderen setzt der Politiker auf praxisnahe Ausbildungen, durch die "nach dem Vorbild der Berufsakademien Studienzeiten verkürzt und dem tatsächlichen Qualifikationsbedarf der Unternehmen besser entsprochen" werden kann.