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09.11.2001

Stabileres Geschäft mit Software

Mit Sean Derrington, Speicherexperte der Meta Group, sprach CW-Redakteurin Kriemhilde Klippstätter am Rande der EMC-Präsentation.

CW: Was ist Ihrer Meinung nach der Grund für die diversen Softwarebemühungen der Speicherhersteller wie Hitachi, Compaq oder jetzt EMC?

DERRINGTON: Das Schöne am Softwaregeschäft ist der stetige Geldzufluss durch die Lizenzen. Gleichzeitig sinken ja die Hardwarepreise um durchschnittlich 35 Prozent im Jahr. EMC hat im vergangenen Jahr die Preise um mindestens 50 Prozent gesenkt. Demgegenüber bleiben die Softwarepreise stabil. Auch deshalb will EMC den Softwareanteil am Umsatz von etwa 25 auf 30 Prozent erhöhen.

CW: Ist EMC so offen, wie gesagt wurde?

DERRINGTON: Die nächsten Monate werden beim Kundentest zeigen, ob die Produkte das halten, was EMC heute verspricht. Das was EMC als offen bezeichnet, würde ich eher interoperabel nennen.

CW: Was haben die Kunden von einer weiteren Softwaresuite?

DERRINGTON: Die Anwender wollen sich auf ein oder zwei Speicherprogramme beschränken. Die Frage ist, wie kriege ich all die verschiedenen Produkte mit den unterschiedlichsten Funktionen unter einen Hut? Dazu brauche ich eine Speicherinfrastruktur.

CW: Wer hat diesen Hut?

DERRINGTON: Es gibt keinen Hersteller, der alles kann. Sie können nicht zu Computer Associates gehen und sagen, manage mir alles vom Server-Backup bis zum Recovery meiner Applikation.

CW: Hilft da nicht die Offenlegung von Application Programming Interfaces?

DERRINGTON: Zur Darstellung der Services hilft das schon. Das macht beispielsweise auch Unicenter: Informationen über die einzelnen Produkte sammeln und eine einfache Darstellung davon geben. Aber dort wird nichts verwaltet.

CW: Steht für die Anwender nicht die Verwaltung einer bestimmten Applikation im Vordergrund?

DERRINGTON: Unbedingt. Da geht es hin, aber das Problem ist, dass das bis jetzt nicht möglich ist. Für ein SAP-Programm beispielsweise haben die Kunden Speicher-, System- und Netzadministratoren, die redundante, hochverfügbare Netze, Server-Cluster, Failover-Prozeduren und Speicher mit Recovery-Funktionen kreieren. Das ist ein sehr komplizierter Prozess, der zudem manuell bewerkstelligt werden muss. Zugunsten von etwas mehr Automatisierung bringt EMC deshalb das "ECC Control Center". Das Ziel aller derzeitigen Bemühungen für Software-Management ist es, Speicherservices für Applikationen zur Verfügung zu stellen. Die Frage ist, wo die Intelligenz sitzen soll: auf dem Server, dem Netz oder im Speicher? Derzeit haben meiner Meinung nach die Speicherhersteller die besten Karten.