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13.10.2014 - 

Großauftrag in Sachen Gebrauchtlizenzen

Stadt Nürnberg bestellt Microsoft-Lizenzen bei UsedSoft

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 
Der Gebrauchtsoftwarehändler gewinnt das Vergabeverfahren der Stadt Nürnberg über einen sechsstelligen Auftragswert. Die Einsparung für die Stadt Nürnberg soll rund 30 Prozent betragen.
UsedSoft-Geschäftsführer Peter Schneider sieht im Handel mit Gebrauchtsoftware Potenzial zur Kostensekung.
UsedSoft-Geschäftsführer Peter Schneider sieht im Handel mit Gebrauchtsoftware Potenzial zur Kostensekung.
Foto: UsedSoft

Die Stadt Nürnberg hat bei UsedSoft für einen sechsstelligen Betrag Microsoft-Lizenzen gekauft. Dabei soll durch die Beschaffung der Standard Software Einsparungen von rund 30 Prozent gegenüber dem Neupreis erzielt worden sein. UsedSoft erhielt seinen 150. Behördenkunden im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung.

Heinrich von Pierer, ehemaliger Siemens-Vorstandsvorsitzender und UsedSoft-Verwaltungsrat, hofft auch auf eine Signalwirkung bei anderen Kommunen.
Heinrich von Pierer, ehemaliger Siemens-Vorstandsvorsitzender und UsedSoft-Verwaltungsrat, hofft auch auf eine Signalwirkung bei anderen Kommunen.

Öffentliche Einrichtungen sind verpflichtet bei Ausschreibungen dem günstigsten Anbieter den Zuschlag zu erteilen. Dass dies auch für Gebrauchtsoftware zutrifft, wurde in Urteilen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und des Bundesgerichtshofs (BGH) bestätigt, die den Handel gebrauchter Software für grundsätzlich rechtmäßig und anderslautende Lizenzbedingungen der Hersteller für unwirksam erklärt haben. Der Zweiterwerber dürfe sogar bei online übertragenen Lizenzen die Software beim Hersteller erneut herunterladen und hat genauso Anspruch auf kostenlose Updates wie der Ersterwerber, teilt UsedSoft mit

"Der Software-Gebrauchtmarkt bietet der öffentlichen Hand die Möglichkeit, ihre IT-Kosten erheblich zu senken", betont UsedSoft-Geschäftsführer Peter Schneider. "Bei Software kommt noch hinzu, dass sie sich im Gegensatz zu fast allen anderen Produkten nicht abnutzt. Eine gebrauchte Lizenz hat für die Kommune oder Behörde den gleichen Wert wie eine neue - mit dem einzigen, aber wesentlichen Unterschied, dass der Käufer sie bei UsedSoft zu wesentlich günstigeren Konditionen bezieht."

"Dass eine Großstadt wie Nürnberg hier mit gutem Beispiel vorangeht, ist ein wichtiges Signal auch für andere Kommunen", ergänzt UsedSoft-Verwaltungsrat Heinrich von Pierer, ehemaliger Siemens-Vorstandsvorsitzender. "Dies umso mehr, als der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly als Präsident des Deutschen Städtetags eine wichtige Vorbildfunktion erfüllt und sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als zukunftsorientierter Kommunal-Manager bewiesen hat." (rw)

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