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04.03.1994

Staerker denn je auf Partnersuche in Deutschland Allianz zwischen BT und MCI wartet auf die Startfreigabe

LONDON (gh) - Beherrschten Telekom und France Telecom in den letzten Wochen die Schlagzeilen, hat sich nun der ewige Konkurrent BT (British Telecom) wieder zu Wort gemeldet. BT-Vorstandschef Ian Vallance erneuerte vor Journalisten seine Kritik an der deutsch- franzoesischen TK-Allianz und gab sich zuversichtlich, was die eigenen Kooperationsplaene mit dem US-Branchenzweiten MCI angeht.

Auf dem weltweiten und insbesondere auch europaeischen Markt fuer Netz- und Mehrwertdienste werden kuenftig zwei bis dato noch namenlose Joint-ventures auf Kundenfang gehen. Neben der Kooperation zwischen Telekom und France Telecom ist dies die gemeinsame Tochter von BT und MCI, die derzeit unter dem Projektnamen "Newco" in Arbeit ist und an der BT 75 Prozent, MCI 25 Prozent der Anteile haelt.

Aehnlich wie die deutsch-franzoesische TK-Allianz zielt auch das neue anglo-amerikanische Unternehmen auf internationale Grosskunden mit Bedarf an globaler interner Sprach-, Daten- und Bildkommunikation ab.

"Die Anwender wollen eindeutig mehr Alternativen bei der Auswahl von Dienstleistern". Dieser Tatbestand ist fuer Ian Vallance die Hauptursache fuer das momentane Hauen und Stechen im internationalen TK-Markt beziehungsweise das Ringen um guenstige strategische Ausgangspositionen. Dabei spreche "jeder mit jedem", wie der BT-Chef lakonisch hinzufuegte. So zum Beispiel auch auf dem deutschen Markt, wo fuer die Briten mehr denn je ein Partner mit einer flaechendeckenden Netzinfrastruktur interessant waere, etwa die Bundesbahn oder die Energieversorger. Angaben ueber bereits laufende Verhandlungen mit den in Frage kommenden Unternehmen liess sich Vallance jedoch nicht entlocken.

Konkret sind indes die Bauchschmerzen, die man in London angesichts der TK-Achse Bonn-Paris hat. BT habe, so Vallance, keine offizielle Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Dennoch sei man mehr denn je der Ueberzeugung, dass eine allzu enge Kooperation zweier Staatsunternehmen in nur zum Teil liberalisierten Maerkten "den Wettbewerb in Europa hemmt". Eine deutsch-franzoesische Zusammenarbeit in ausgesuchten Teilmaerkten sei daher, wie Vallance erklaerend hinzufuegte, nicht das Problem, wohl aber eine spaetere Verschmelzung beider Carrier in Form eines Aktientausches.

Im Gegensatz dazu handele es sich, wie der BT-Chef betonte, bei BT und MCI um zwei Partner, die auf getrennten und weitgehend liberalisierten Maerkten agieren. Daher erwarte man auch spaetestens Mitte des Jahres seitens der Regulierungsbehoerden gruenes Licht fuer "Newco", das mit rund 1000 Mitarbeitern und technischen Supportzentren in Nordamerika, Europa und Asien so bald wie moeglich an den Start gehen soll. Die Kundenbetreuung und das Marketing werden dabei Sache der beiden Muttergesellschaften bleiben, waehrend "Newco" die technische Plattform bereitstellen soll. Demzufolge ist auch vorgesehen, die 1991 gegruendete BT- Outsourcing-Tochter Syncordia in das Joint-venture zu integrieren.