Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.03.1995

Staerkung der Workstation-Fraktion bei Big Blue OS/2-Chef Seibt leitet kuenftig IBMs deutsche Software-Division

HANNOVER (gfh) - Die Position des deutschen Softwarechefs der IBM wurde neu besetzt. Ernannt wurde auf der CeBIT Richard Seibt, der sich als Leiter des Personal Software Marketing (PSM) vor allem durch die Forcierung der OS/2-Verkaeufe verdient gemacht hat. Seibt loest Peter Kirn ab, der diese Position vor ueber einem Jahr abgegeben hat, um IBMs Mittelstandsorganisation Anwendungs-System GmbH zu leiten.

"Meine Ernennung ist ein Signal der IBM, sich mehr noch als bisher fuer Workstation-basierte Software stark zu machen", beschreibt Seibt eine seiner kuenftigen Prioritaeten als Chef des IBM- Softwarehauses, wie er seine Division bezeichnet. Als weitere Ziele fuehrt er die Verstaerkung des Vertriebs durch Partner sowie die Schaffung von Programmen an, um Anwendungsentwickler von den IBM-Plattformen zu ueberzeugen. Ausserdem will er sich um die Integration aller Client-Server-Loesungen bemuehen.

Langfristig sieht er zum Beispiel die Standardsoftware-Angebote der IBM zusammenwachsen. So sei beabsichtigt, die gegen SAPs R/3- Software gerichtete "MAS/90", die derzeit unter der Leitung von Kirn auf Unix und OS/2 portiert wird, mit der kuerzlich vorgestellten OS/2-Standardsoftware "Concord" zusammenzufuehren. Beide Produkte sollen dasselbe Dateiformat erhalten, wobei das gegen Erzeugnisse wie KHKs Classic- und X-Line positionierte Concord als Einstiegsversion fuer MAS/90 zu sehen ist.

Der neue Softwarechef setzt auf Microkernel-Verfahren und auf die objektorientierte Opendoc-Technik, die im vierten Quartal 1995 zusammen mit OS/2 fuer den Power-PC ausgeliefert werden soll. Ausserdem bekennt er sich zu Open Blueprint, der Open-Systems- Version des gescheiterten SAA-Konzepts.