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22.02.1991 - 

Siemens läßt seine Kunden nicht im Stich

Stand der Technik für BS2000-Anwender verwirklicht

MÜNCHEN (CW) - Die neuen Modelle, mit denen die Siemens Nixdorf Informationsysteme AG (SNI) die Serie 7500 erweitert hat, sollen neben technischer Verbesserung dem Anwender in erster Linie kontinuierliches Wachstum vom Midrange-System bis zum

Mainframe ermöglichen. Insgesamt hat das Unternehmen 18 neue Modelle und eine neue Version des Betriebssystems BS2000 vorgestellt (siehe CW Nr. 6 vom 8. Februar 1991, Seite 4).

Neben den genannten Leistungen hebt die SNI die günstigeren Preise der neuen Rechner hervor. Zum einen wurden die Preise für die Grundausstattung der Systeme gesenkt, zum anderen wurden die Hauptspeicher - Elemente billiger, wodurch sich ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis von bis zu 50 Prozent ergab.

Die BS2000-Bürocomputer des unteren Leistungsbereiches sind jetzt in der Modellreihe C 30 zusammengefaßt. Hinzukommen hier Platten mit erhöhter Kapazität, die bis zu 4,8 GB speichern. Zur Datensicherung ist ab sofort auch ein Exabyte-Streamer mit 2,1 GB Kapazität verfügbar. Der Preisrahmen für eine Standardkonfiguration in diesem Bereich liegt jetzt zwischen 55 000 und 150 000 Mark.

In der nächsthöheren Modellreihe C 40 kamen zwei neue Rechner dazu: Das Drei-Prozessor-Modell C40-U2 und die Vier-Prozessor-Maschine C40-W2. Die gesamte Reihe umfaßt nun sieben Modelle. Die Anzahl der anschließbaren Bildschirm-Arbeitsplätze hat sich von rund 160 auf etwa 290 erhöht. Sämtliche Modelle der Serie C40 können laut SNI im Feld hochgerüstet werden (Preise zwischen 100 000 und 550 000 Mark).

Im Zuge des Redesigns der gesamten Modellreihe H60 brachte SNI mit der H60-R2 ein neues Doppel-Prozessor-Modell heraus. Damit kann jetzt zwischen drei Uni- und zwei Doppel-Prozessor-Systemen gewählt werden. Hier ist ebenfalls durchgängige Hochrüstung möglich, auch von den bisherigen Modellen der Serie. Das neue Einstiegsmodell H60-B2 bietet gegenüber dem Vorgänger rund 25 Prozent mehr Leistung (Preise zwischen 260 000 und 1,1 Millionen Mark).

Um acht neue Modelle wurde die Reihe H90 erweitert. Die Leistungsobergrenze liegt hier jetzt bei etwa 50 MIPS und damit rund 40 Prozent höher als beim bisherigen Topmodell dieser Reihe. Die neuen H90-Rechner sind mit 4-Mbit-Speichern ausgestattet. Im einzelnen handelt es sich um drei Uni-, drei Doppel-, ein Drei- und ein Vier-Prozessor-System. Die Doppel-Drei- und Vier-Prozessor-Rechner H90-P2, H90-R2 und H90-T2 sind duplexfähig und damit für Einsatz in Bereichen geeignet, wo besondere Ausfallsicherheit gefordert wird. Die Serienlieferung dieser Modelle erfolgt für die Ein-Prozessor-Systeme ab April, für die Mehr-Prozessor-Systeme ab Juli. Die Preise liegen zwischen 1 Million und 8 Millionen Mark.

Für die Modellreihe H120 bietet die SNI einen neuen Konsolprozessor an. Künftig kann die Systemkonsole bis zu 2000 Meter vom Rechner entfernt installiert werden.

Die Basisbedienung, also Systemstart und -ende, die sich bisher nur im Nahbereich über die Konsole vornehmen ließ, kann ab dem 2. Quartal auch von außerhalb des Rechenzentrums erfolgen.

Neu sind auch sogenannte "Blockmultikanäle" vom Typ 2. Sie ermöglichen Kanalgeschwindigkeiten von bis zu 4,5 MB/s. Sie sind nach SNI-Angaben Voraussetzung für den optimalen Betrieb von Hochleistungsperipherie, wie Schnellspeicher 3410 oder Magnetband-Kassettensysteme 3580 und 3590. Für Plattenspeicher 3490 sind sie obligatorisch. Die höhere Kanalgeschwindigkeit kann auch bei den Modellreihen H60 und H90 realisiert werden.

Bei der neuen BS2000-Version Nummer 10 stehen Sicherheitsaspekte im Vordergrund. Das "Security Control System" (Secos) ist in Richtung Datenintegrität wirksam, wenn sich der Benutzer bereits im System befindet. Es bietet unter anderem erweiterte Identifikation und Authentizität sowie Zugriffskontrolle zu Objekten. Die "Advanced Security Control" (Aseco) sorgt für erweiterten Zugangsschutz zum System. Die dazugehörige Chip-Karte ist laut SNI fälschungssicher und nicht manipulierbar. Sie soll in Verbindung mit einer Identifikations-Nummer ein Höchstmaß an Zugriffskontrolle sichern.

Letzte Neuigkeit ist das Software-Tool "Dual Recording by Volume" (DRV). Damit können Daten auf Platten gleichen Typs "gespiegelt" werden. Dadurch werden der Zugriff beschleunigt und die Rekonstruktion verlorener Daten erleichtert. In Kombination mit dem "Hierarchical Storage Management System" (HSMS) soll die Peripherie-Speicherhierarchie effizienter verwaltet und die Datenübertragung optimiert werden.