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04.05.2001 - 

XML for Analysis

Standard-API für Olap

MÜNCHEN (IDG) - Die Olap-Konkurrenten Microsoft und Hyperion arbeiten gemeinsam an einer Standard-Schnittstelle. Das Ziel ist eine API-Spezifikation auf XML-Basis, die Anwendern eine einheitliche Verbindung ihrer multidimensionalen Datenbanken mit Web-fähigen Analyseapplikationen erlaubt.

Mit "XML for Analysis", so die Bezeichnung der Spezifikation, wollen beide Hersteller eine Interoperabilität zwischen Olap-Datenbanken und Web-Applikationen auch beim Einsatz von Konkurrenzprodukten garantieren. Damit könnte die Initiative im Olap-Bereich das nachholen, was bei relationalen Datenbanken schon lange üblich ist: ein standardisierter Abfragemechanismus unabhängig von der Herkunft der Datenquelle. Entsprechend groß sei der Zulauf von anderen Herstellern, hieß es auf Hyperions Anwenderkonferenz vergangene Woche. Über 20 weitere Anbieter hätten bereits ihre Unterstützung für das Interface zugesagt, darunter Business-Intelligence-Spezialisten wie Cognos, Brio und Microstrategy. Auch SAP sei interessiert. Lediglich Schwergewicht Oracle, selbst Anbieter einer Olap-Datenbank, habe auf die Einladung noch nicht reagiert.

Bereits in diesem Monat soll ein erstes Release von XML for Analysis veröffentlicht werden. Integriert in Microsofts .NET-Architektur, benutzt die Schnittstelle das Simple Object Access Protocol (Soap), um Olap-Anwendungen in Form eines Web-Service vom Browser aus aufzurufen. Marktanalyst Nigel Pendse vom Branchendienst "The Olap Report" ist überzeugt, dass sich das Interface als herstellerneutrales Olap-Query-API weitgehend durchsetzen wird. Eine Verdrängung nativer Schnittstellen sei allerdings schon aus Performance-Gründen nicht zu befürchten - nicht umsonst würden Microsoft und Hyperion die Arbeit an ihren eigenen APIs fortsetzen.