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Europäer haben in der Programmierung die Nase vorn:

Standard-SW öffnet den Weg nach Japan

11.07.1986

ESCHBORN (CW) - Einstiegschancen in den japanischen Markt zeichnen sich jetzt verstärkt für ausländische Softwarehäuser ab. Vor allem der Bereich Standardsoftware bietet ein breites Betätigungsfeld. Zu diesem Ergebnis kam jetzt das Marktforschungsinstitut IDC Deutschland GmbH in einer Untersuchung.

Bedingt durch die Komplexität der japanischen Schriftsprache hinkt der Softwaremarkt in dem asiatischen Land im Vergleich zum Westen um etwa fünf Jahre hinterher. Langsam, so die IDC, gerate das Geschäft jedoch in Bewegung. Am stärksten expandiert hat vergangenes Jahr das Marktsegment Standardsoftware mit einem Zuwachs von 68 Prozent.

Allerdings könne die Anpassung eines komplexen Programmpakets an die Erfordernisse des japanischen Marktes ein bis zwei Jahre dauern, schränkt IDC die Möglichkeiten ausländischer Anbieter ein. Das führe dazu, daß die meisten ausländischen Softwareentwickler Kooperationen mit japanischen Unternehmen einem Alleingang vorzögen.

Als größte japanische Softwarehäuser nennen die Marktforscher Nippon Business Consulting, Computer Services, Toshiba Engineering, Toyo Information und Nihon Business Automation, die 1985 zusammen einen Umsatz von 825,8 Millionen Dollar erzielt hätten. Erste europäische Softwarehäuser sollen bereits Kontakte mit japanischen Softwareanbietern hergestellt haben.

IDC warnt davor, daß die mangelnde Präsenz der japanischen Softwarehäuser in westlichen Ländern nicht zur Unterschätzung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen führen dürfe. Neben einem expansiven Inlandsmarkt könne sich die japanische Softwarebranche auf staatliche Fördermittel verlassen, 1986 seien nach einem Regierungsentwurf neun Millionen Dollar vorgesehen. Die Marktforscher kommen zu dem Schluß, daß die europäischen Softwarehäuser, die heute in Japan einsteigen, dem Einmarsch der japanischen Softwareanbieter in Europa nur um einige Jahre voraus seien.