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18.04.2006

Standardinitiative für IT-Repository

BMC, Fujitsu, IBM und HP planen gemeinsame CMDB-Schnittstelle.

Die Cheftechnologen der vier großen System-Management-Spezialisten BMC, Fujitsu, IBM und Hewlett-Packard wollen ein leidiges Thema angreifen: Es geht um die Configuration Management Database (CMDB) der jeweiligen Hersteller und die bislang fehlende Möglichkeit, Daten zwischen diesen IT-Repositories auszutauschen. Das Problem habe er mit den Kollegen von der Konkurrenz schon mehrmals diskutiert, erklärt Tom Bishop von BMC, nun sei endlich ein "Working Agreement" getroffen worden. Darin geht es zunächst um einen Konsens der Beteiligten darüber, welche Schnittstellen sich für den Austausch von Metadaten eignen und was davon standardisiert werden soll.

Herzstück der Administration

Die Change beziehungsweise Configuration Management Database gilt als das Herzstück einer effektiven und serviceorientierten IT-Administration. Die Datenbank fungiert als zentraler Informations-Pool, in dem Angaben zu den im Unternehmen verfügbaren IT-Assets, den jeweiligen Abhängigkeiten und den im Lauf der Zeit vorgenommenen Veränderungen an einzelnen Komponenten abgelegt sind. Das Repository sammelt die Beschreibung von Problemfällen und deren Lösungen, so dass ein vorbeugendes Schwachstellen-Management möglich wird. Es liegt auf der Hand, dass Unternehmen, die sich an Itil ausrichten wollen oder deren IT-Abteilung definierte und verrechnungsfähige Dienste anbieten soll, über eine derartige Informationsquelle verfügen müssen.

In der Praxis sieht das jedoch anders aus. Wenn überhaupt Bestandsangaben zur Infrastruktur gespeichert werden, erfolgt dies meist in der jeweiligen Management-Umgebung, also zum Beispiel auf Desktop-, Server- oder Netzebene. Die diversen Repositories sind in der Regel proprietär und lassen sich deshalb gar nicht oder nur schwer synchronisieren.

Den Vorschlag zur Spezifikation eines entsprechenden Interface, das dann auch Itil-Forderungen erfüllt, will der nun gegründete Arbeitskreis bis Ende dieses Jahres fertig gestellt haben und dann einem Standardisierungsgremium übergeben. In Frage kommen dafür die intensiv mit Itil beschäftigte International IT Service Management Foundation (itSMF) oder die Distributed Management Task Force (DMTF). Einen Schönheitsfehler hat das Vorhaben allerdings noch: Computer Associates und Microsoft machen bisher nicht mit. (ue)