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Jährliche Zuwachsraten von 22 Prozent bis 1991 erwartet:

Standardsoftware macht wieder das Rennen

04.03.1988

ESCHBORN (CW) - Bis 1991 wird die Software von der Stange mehr einbringen als der gesamte DVMarkt. Ingesamt soll sich der weltweite Umsatz von 17,6 Milliarden Dollar l986 auf 47,9 Milliarden Dollar 1991 erhöhen. Zu diesem Resümee kommt die IDC Deutschland GmbH in ihrer neuen Softwarestudie.

Die Marktanalysten gehen in ihrer Softwareprognose von weltweiten Zuwachsraten bei etwa 22 Prozent aus. Betrug 1986 der Umsatz der Softwareanbieter etwa ein Viertel der Hardwarehersteller, soll er schon 1991 auf gleicher Stufe mit diesen stehen. Am schlechtesten in diesem Marktsegment wird jedoch die Mainframe-Software abschneiden. Hier prophezeit IDC jährliche Zuwachsraten von nur 17 Prozent.

Der Midrange-Bereich soll dagegen mit durchschnittlich 23 Prozent schon besser dastehen, obwohl er im Vergleich zu 1986 ingesamt einen Umsatzverlust von acht Prozent hinnehmen muß. Nur der PC-Markt soll sein dynamisches Wachstum von jährlich 26 Prozent Umsatzanstieg weiterbehalten. IDC erklärt diesen Erfolg mit der hohen Verfügbarkeit von Software in diesem Bereich.

Aber auch die Hardwareabsätze können, so die Studie, das Geschäft mit der Software stimulieren oder bremsen; hauptsächlich deshalb weil die Mehrzahl der Softwareanbieter eine einzige, definierte Geräteklasse oder inkompatible Architekturen untersützt.

Die Zusammenhänge dieser wechselseitigen Abhängigkeiten sieht IDC unter anderem folgendermaßen begründet: Der Markt für Mainframe-Software sei zur Zeit wegen der geringen Wanderung zu IBMs Sierra und der anhaltenden Tendenz zur Systemverkleinerung wenig expansiv. Auch behinderten die unterschiedlichen Konzeptionen für ein delokales DV-Konzept die Expansion des Midrange-Bereiches.

Um den Mainframe-Markt und Midrange-Bereich wieder zu beleben, solle deshalb in Zukunft die Kompatibilität für alle Softwarehäuser ein strategisches Ziel darstellen.