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01.04.1988 - 

Informatikwissen in Pflicht und Kür (1)

Standpunkt

Was gehört künftig an Informatikwissen zur Kür? Mehr als nur Technikwissen auf jedem Fall, stimmen Experten aus Lehre und Praxis überein. "Außer dem Fachwissen kommt dem Denken in Zusammenhängen große Bedeutung zu", weiß Joachim C. Ohlig.

Die Entwicklung in der Informationsverarbeitung zeigt deutlich, daß der frühzeitig eingeengte Spezialist auf Dauer nicht so sehr gefragt ist, sondern vielmehr derjenige, der außer dem Fachwissen das Denken in Zusammenhängen geübt hat und Interesse am berufsbegleitenden Lernprozeß hat. Gleichwertig neben den guten fachlichen Kenntnissen - deren Halbwertszeit fünf Jahre beträgt - wird das Strukturdenken immer notwendiger. Dabei sollten sich im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes methodisch-systematische Vorgehensweise, problemorientierte Arbeitsweise und situationsbedingte Handlungsweise ergänzen, um miteinander zu konzeptioneller Vernetzung sowie effizienter Realisierung führen zu können. Bei einer qualifizierten wissenschaftlichen Ausbildung muß antizipatorisches Denken und Handeln erwartet werden, als vorausschauende Planung. Auch die Einschätzung von Möglichkeiten und Grenzen beziehungsweise Gefahren von Systemen gelten als Anforderungen an den Führungsnachwuchs in einer hochtechnisierten Zeit. Deshalb ist fundierte Ausbildung - nicht Schmalspur, sondern breite Orientierung im wissenschaftlichen Spektrum - nur ein wichtiges Element. Die anderen Elemente von zunehmender Bedeutung, gerade beim EDV-Management der Zukunft, sind Umsetzungs-Know-how (Beratung, Betreuung der Anwender), der Wille zu Problemlösungen, Weiterbildung sowie innovatives humanes Verhalten bei komplexen Systembedingungen.

Das betrieblich-organisatorische Umfeld und die gesellschaftliche Umgebung sind die Herausforderungen an den Nachwuchs in der Informationsverarbeitung - mit dem Ziel ergebnisorientierter Realisierung und Verbesserungen im Arbeitsalltag.