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12.08.1977

Stapelbetrieb als Grenzfall des Dialogs definiert:"Batch ist TP mit einem Benutzer

Die Abstimmung von Batch- und TP-Programmen für die gleichen Funktionen gewinnt durch den Übergang auf Dialog-Betrieb zunehmend an Bedeutung. Es ist keine Frage, daß auch bei Dialog-Betrieb schon aus Sicherheitsgründen eine Batch-Verarbeitung möglich sein muß. Dabei stellt sich die Frage, wie mit dem geringsten Aufwand Batch- und Dialog-Betrieb realisiert werden kann.

Sicherlich ist es nicht wirtschaftlich, für Batch- und Dialog-Betrieb zwei getrennte Programmkreise zu entwickeln - man denke an den Aufwand bei der Erstellung der Programme, bei der mühseligen Wartung und Abstimmung sowie bei der zusätzlichen Programm- und (Arbeits-)Dateiverwaltung.

Der Sicherheitsaspekt darf nicht unberücksichtigt bleiben. Die Änderung vor Daten durch zwei selbständige Programmkomplexe birgt größere Gefahren in sich, als wenn Daten nur durch einen Programmkreis geändert werden. Bei auftretenden Datenfehlern ist die Fehlerursache in beiden Programmkreisen zu vermuten. Neben dem erhöhten Aufwand der Fehlersuche und Fehlerbereinigung ist für den Ablauf der Anwendung ein erhöhter Organisations- und Koordinierunsaufwand unumgänglich.

Da Batch- wie TP-Programme die gleichen Funktionen erfüllen, ist es möglich, die Batch-Anwendung als einen Grenzfall der TP-Anwendung zu definieren. Vereinfacht ausgedrückt: Die Batch-Anwendung ist eine TP-Anwendung mit einem Benutzer. Viele TP-Monitore bieten für diesen Realisierungsweg Hilfen an. Nicht TP-Ein-/Ausgabegeräte werden unterstützt, wenn auch zunächst nur mit der Absicht der Testunterstützung.

Bei der Gilde-Vesicherung wird für Batch- und äquivalente TP-Anwendungen ein gemeinsames Programmsystem entwickelt. Alle Programme sind TP-Programme, die die Reentrant-Bedingung erfüllen. Der Batch-Betrieb wird also unter der Steuerung des TP-Monitors laufen. Das Programmsystem wird einen Batch- und einen TP-Eingang haben, über die die wenigen unterschiedlichen Funktionen wie etwa Fehlerbehandlung, Dateneingabe etc. gesteuert werden (siehe Grafik). Die Vorteile einer solchen "integrierten" Programmlösung liegen auf der Hand:

- Sie ist wirtschaftlich.

- Es entfallen alle Änderungs-, Wartungs- und Sicherheitsprobleme, die sich bei getrennten Batch- und TP-Programmen ergeben.

- Sie ist zukunftsweisend, weil der Übergang zum verstärkten TP-Betrieb vorprogrammiert ist.

Helmut Thommet Gilde-Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf

(Brief zum Artikel "100 Prozent Aktualität für die Teilnehmer" von Dieter Schulze in CW Nr. 23 vom 3. Juni 1977)