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31.10.2006

Starker Wissensverlust in deutschen Betrieben

Ältere Mitarbeiter nehmen ihr Know-how, das Arbeitgeber gebrauchen könnten, mit in den Ruhestand.

Deutsche Unternehmen leisten sich laut einer aktuellen Studie des Essener Instituts für Medien- und Kompetenzforschung (MMB) unter dem Titel "Ageing Workforce" mit jeder Verrentung den Verlust von rund einem Drittel des Wissens, das der Mitarbeiter im Berufsalltag gesammelt hat. MMB befragte im Auftrag der E-Learning-Messe Learntec 157 Bildungsverantwortliche. Sie sollten sich zu Konsequenzen des demografischen Wandels für das Bildungs- und Wissens-Management deutscher Unternehmen äußern.

Die Problematik liegt laut Untersuchung in der gleichzeitigen Verrentung ganzer Belegschaften. Der Mangel an jungen Arbeitskräften wird zur Folge haben, dass die homogenen und überalterten Belegschaften der Zukunft sich mehr oder weniger auf einen Schlag verabschieden und mit ihnen auch ihr gesammeltes Wissen. Gebraucht werden neue Konzepte, um das Wissen im Unternehmen zu bewahren.

Laut "Ageing Workforce" setzen zur Erhaltung des Know-hows nur sechs Prozent der Befragten auf digitale Methoden wie Wikis und zehn Prozent auf Weblogs, 46 Prozent beziehen digitale Datenbanken mit ein; 23 Prozent haben in Zukunft vor, ihr Unternehmen von Wissens-Management-Techniken profitieren zu lassen. Die Mehrheit der Bildungsverantwortlichen setzt auf konventionelle Methoden: 86 Prozent bevorzugen Übergabegespräche mit Nachfolgern, 82 Prozent nehmen sich mehr Zeit für die Einarbeitung der Nachfolger, 79 Prozent favorisieren die analoge Aufzeichnung des Wissens.

Zu wenig Weiterbildung

Die guten Vorsätze und die hohe Bedeutung der Lernfähigkeit als strategisches Ziel, das für immerhin 87 Prozent der Befragten eine Rolle spielt, spiegelt sich noch nicht in der Realität wider: Nur durchschnittlich 46 Prozent der Mitarbeiter eines Unternehmens nehmen durchschnittlich an systematischer Weiterbildung teil. Und 40 Prozent der befragten Firmenvertreter beteiligen weniger als 20 Prozent ihrer über 50-jährigen Mitarbeiter an Fortbildungskursen.

Uwe Beck, wissenschaftlicher Leiter der Learntec, sieht hier Handlungsbedarf und plädiert für einen effizienteren Umgang mit Wissen und einen unternehmensinternen Wissensaustausch mit Hilfe digitaler Technologien wie E-Learning. Mehr Informationen zur Studie sind erhältlich unter www.learntec.de. (hk)