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29.01.1993

Stars and Stripes sind wieder in

Wer koennte den Intel-Mannen ihre Genugtuung darueber verdenken, die japanischen Erzrivalen auf die Plaetze verwiesen zu haben. Lang genug hat?s schliesslich gedauert. Neun Jahre ist es her, seit die japanischen Wiedersacher den amerikanischen und weltweiten Markt mit ihren billigen Memory-Chips ueberschwemmten, die Preise auf immer neue Tiefstaende drueckten und die bis dahin dominierenden amerikanischen Halbleiter-Giganten foermlich in die Knie zwangen. Waehrend Intel, Motorola, AMD, Natsemi und TI Hunderte von Mitarbeitern entliessen und eine Fabrik nach der anderen stillegten, die finanzielle Talfahrt aber dennoch nicht aufhalten konnten, sonnten sich Nippons Halbleiter-Konzerne in stetem Wachstum. Selbst Anti-Dumping-Klagen, Schutzzoelle und Chip-Pakte konnten die erlittene Schmach der Amerikaner nicht lindern, zumal alle Bemuehungen, die Japaner auf diese Weise in ihre Schranken zu weisen, recht erfolglos blieben.

Schwamm drueber. Laengst sind Stars and Stripes in der Halbleiter- Szene wieder in, sorgt vor allem Intel fuer Furore. Dank des fruehzeitigen Anbandelns mit der IBM profitierten die Kalifornier wie kein anderer Chip-mMaker vom Durchbruch des MS-DOS-Betriebssystems im PC-Sektor und dem nachfolgenden Boom der Kraftzwerge, die immer schneller und leistungsfaehiger wurden. Heute koennen die Kalifornier die 386- und 486-Chips zum Teil gar nicht so schnell fertigen, wie die PC-Produzenten sie benoetigen. Frohlocken duerfte die Company aus Santa Clara nicht zuletzt auch deshalb, weil die Japaner ihnen nicht in die Quere kommen koennen. Im Land der aufgehenden Sonne hatte man den Entwicklungsaufwand fuer solch spezielle Chips gescheut. Glueck und Gespuer machten Intel somit zur neuen Nummer eins in der Welt der Chip-Giganten. Den Amerikanern wird?s egal sein - Hauptsache, einer der ihren steht an der Spitze. bk