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12.04.2002 - 

Gastkommentar

Startschuss für einen neuen Aufwärtstrend?

Wolfgang Braun Redaktionsleiter für den Bereich Neuer Markt bei Stock-World.de

Die Stimmung am Neuen Markt ist auf dem Tiefpunkt: Verdacht auf Bilanzmanipulationen bei Comroad, Liquiditätsprobleme bei D.Logistics, erneute Umsatzwarnung von Broadvision. Den mit den schlechten Nachrichten verbundenen Vertrauensverlust nutzen sowohl private Anleger als auch Fonds und ziehen sich vom Wachstumssegment zurück.

So berechtigt die Kurseinbrüche einzelner Gesellschaften auch sind, die aktuelle Kursentwicklung des Gesamtmarkts ist von Angst geprägt und spiegelt die Entwicklung vieler Einzelwerte nicht angemessen wider. Vorstände haben aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: Die Planzahlen für 2002 fallen weit realistischer aus als zuvor. Zudem haben viele Firmen im abgelaufenen Jahr erfolgreich an der Kostenschraube gedreht. Durch den Verkauf von defizitären Teilbereichen, der Entlassung von Mitarbeitern und einer Straffung der Arbeitsabläufe sind schlagkräftige Betriebe entstanden. Ist die Konjunkturflaute erst überwunden, winken wegen der reduzierten Kosten hohe Renditen.

Darüber hinaus waren 2001 die Bilanzen vieler Firmen von einmaligen Sonderbelastungen geprägt: Aufwendungen für die Restrukturierung und vor allem hohe Wertberichtigungen auf Goodwill oder Forderungsbestände führten zu horrenden Verlusten. Es ist gut möglich, dass im laufenden Jahr doch noch die ein oder andere Rechnung bezahlt wird oder sich ein bereits abgeschriebener Vermögensstand als werthaltig erweist. Demnach dürften im laufenden Jahr nicht nur die Sonderbelastungen abnehmen, teilweise ist sogar mit außerordentlichen Erträgen zu rechnen.

Die genannten Punkte werden meiner Ansicht nach dazu führen, dass 2002 die positiven Überraschungen am Neuen Markt überwiegen werden. Dies dürfte auch die Anleger wieder zu Käufen verleiten. Der Startschuss für den Aufwärtstrend könnte dabei schon mit der Vorlage der Zahlen für das erste Quartal fallen.