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03.11.2000 - 

Firmen haben kurzfristigen Personalbedarf

Startups können IT-Spezialisten für begrenzte Zeit ausleihen

NÜRNBERG (CW) - Personal nach Bedarf - so lautet der Trend, der sich derzeit beim Projekt-Management etabliert, erklärt die Personalvermittlungsagentur GFZ, Nürnberg. IT-Spezialisten, die sich an der Realisierung von Projekten beteiligen, aber dann zum nächsten Auftraggeber weitergeschickt werden, vermittelt die GFZ aus ihrem Mitarbeiterpool insbesondere an Startups, die das Gehaltsbudget nur kurzfristig aufstocken können.

"Oft haben wir eine Vorlaufzeit von nur 24 Stunden", erklärt Frank Lüdecke, Projekt-Manager IT bei der GFZ. So wird nach Auftragseingang aus dem GFZ-Mitarbeiterpool der Spezialist mit dem gesuchten Anforderungsprofil herausgefiltert, kontaktiert und ins IT-Competence-Center gerufen. Dort erfolgt das Briefing und die Überprüfung der Arbeitsaufgaben. Dabei soll geklärt werden, ob der Fachmann im Umgang mit der entsprechenden Systemplattform, Applikation, Programmiersprache und Datenbank bewandert ist. Außerdem wird festgestellt, ob der IT-Spezialist die Sprachkenntnisse und Erfahrungen in der Branche des Kunden mitbringt. "Die Unternehmen beauftragen uns vor allem bei kurzfristigen Aufgaben, die rein projektbezogen und zeitbegrenzt sind", erklärt Lüdecke. Für die jungen Unternehmen ist jedes Projekt ein Wettlauf mit der Zeit. Sobald ein anderer Hinterhofgründer auf die gleiche Idee kommt und mit seinem Angebot schneller auf dem Markt ist, platzt der Traum von der Zwei-Mann-Truppe, bald die ersten Millionen an der Börse zu verdienen.

Besonders für diese jungen Unternehmen sind gut ausgebildete IT-Spezialisten von Bedeutung, die mit ihrer Erfahrung und Kompetenz schnell zur Verfügung stehen, aber nach erfolgreichem Projektende von der Gehaltsliste gestrichen werden können. "Dies ist auch ein entscheidendes Argument für die bereits etablierten Unternehmen der IT-Branche: schnelle Reaktion auf Marktbedürfnisse bei gleichzeitiger Kostensenkung im Personalbereich", erklärt Antje Schlaudraff, Leiterin des IT-Competence-Centers der GFZ-Berlin: "Für lange Vorstellungsgespräche mit einem mehrstufigen Auswahlverfahren nehmen sich unsere Kunden keine Zeit."

Der IT-Spezialist muss ein Teamspieler sein, der sich in die Gruppe des Auftraggebers integriert und dort sein Know-how einbringt. Doch, so Schlaudraff, "ticken beim IT-Projekt-Management die Uhren anders". Neben fachlicher Qualität und Teamfähigkeit existiert noch eine weitere Voraussetzung: Vertrauen. "Unsere IT-Spezialisten arbeiten in sensiblen Bereichen, in denen der verlässliche Umgang mit streng vertraulichen Daten zur Aufgabe gehört", beschreibt Lüdecke dieses "unausgesprochene, beiden Seiten selbstverständliche Anforderungsprofil".