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Mindestverdienst für IT-Profis ist zu hoch angesetzt


09.06.2000 - 

Startups wettern gegen Green-Card-Entscheidung

MÜNCHEN (CW) - Anlässlich der Berliner Messe "Internet World" haben 26 deutsche Startup-Firmen die Green-Card-Entscheidung der Bundesregierung kritisiert und einen eigenen Vorschlag vorgelegt.

Felix Frohn-Bernau, Vorstandsvorsitzender des Verbraucherportals Dooyoo.de und Sprecher der Gruppe, bemängelte, dass die Vereinbarungen zum Arbeitsvisum für ausländische IT-Experten allein zwischen der Regierung und den Vertretern der großen Hightech-Unternehmen ausgehandelt wurden: "Die Interessen von Firmengründern im IT- und Internet-Bereich, die für den zügigen Aufbau solider Geschäftsstrukturen auf technisches Knowhow aus dem Ausland angewiesen sind, wurden nicht ausreichend berücksichtigt."

So missfällt den Startups, dass die Kandidaten für die Green Card als Voraussetzung ein Jahresgehalt von mindestens 100000 Mark nachweisen müssen, wenn sie keinen Hochschulabschluss haben. Da die Startups ihre Mitarbeiter aber zunehmend auch mit Aktienoptionen bezahlen, sollen diese in die Bemessung der Gehälter mit einbezogen werden, so die Forderung. Zudem wollen sich die jungen Internet-Firmen nicht auf eine mittelfristige Personalpolitik einlassen und fordern daher, dass die Mindestdauer der Beschäftigungsverhältnisse nicht länger als ein Jahr betragen sollte.

Die Zahl von 20000 Green Cards ist in den Augen der Startups willkürlich festgesetzt. Die Menge der Arbeitsgenehmigungen dürfe sich nicht an einer politischen Kompromisslösung orientieren, sondern müsse flexibel dem tatsächlichen Bedarf in den Unternehmen angepasst werden. Schließlich fordern die Startups, dass sich ausländische Studenten nach einem Abschluss an einer deutschen Hochschule direkt bei einem Unternehmen in Deutschland bewerben dürfen. Bisher konterkarieren die behördlichen Regelungen den Green-Card-Kompromiss: So müssen ausländische Absolventen nach dem Examen Deutschland umgehend verlassen, ungeachtet dessen, ob sie schon Praxiserfahrung in Unternehmen gesammelt und dabei die Sprache gelernt haben. Neben Dooyoo.de unterstützen Cyberchannel, Datango, Zooplus und Webmiles diese Initiative. Interessierte können im Green-Card-Forum der CW unter http://www.computerwoche.de diskutieren.