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27.05.1983 - 

Absatzmarkt für DV-Arbeitsplätze in Chefetagen soll bis 1990 stark expandieren:

Statusgefühle wecken Kauflust der Manager

27.05.1983

NEW YORK (nw) - Die Hersteller von DV-Arbeitsstationen für Führungskräfte scheinen es bis 1990 zu schaffen. das "Streben nach Statuszuwachs" in klingende Münze umwandeln zu können. Denn nach einer Studie der Frost & Sullivan (F&S) Marktforscher wird der Absatzmarkt für diese Produkte bis dahin elf Milliarden Dollar umfassen. Einen starken Kaufreiz auf freiberufliche Mitarbeiter. Führungskräfte sowie Managementpersonal übten allerdings dann auch stark abfallende Systempreise aus.

Bislang richteten Bürosystemhersteller ihre Produkte fast ausschließlich auf Sachbearbeitertätigkeiten sowie Schreibarbeiten aus. Vorhandene Geräte arbeiten, wie die F&S-Untersuchung. "Der europäische Absatzmarkt für EDV-Arbeitsplätze zur Unterstützung von Führungskräften" feststellt, im allgemeinen im Standalone-Verfahren und eigneten sich deshalb nicht für die Bedürfnisse des Managers. Obwohl zur Zeit erst ab wenig Hersteller MAWs anböten, sieht der Bericht doch eine Menge Einsteiger aus der Computer-, Fernmelde- und Büromaschinenbranche.

Einen Bedarf an Management Aid Workstations (MAW = DV-Arbeitsplatz für Führungskräfte) glauben die Marktforscher für vier Bereiche vorhersagen zu können. Dabei handelt es sich um Mehrfunktionsanwendungen, die sich in sämtlichen Büros ergäben, funktionsspezifische Anwendungen, wie beispielsweise in Konstruktionsbüros, freiberufsspezifische Anwendungen, wie in Anawaltskanzleien sowie organisationsspezifische Anwendungen. Hier prognostiziert F&S vor allem der letztgenannten Kategorie von speziell auf Kundenerfordernissen zugeschnittenen Produkten hohe Wachstumsraten.

Zur Zeit jedoch seien erst zwei Arten von MAWs am Markt zu haben. Unter die erste, erfolgreichere Gruppe ordnen die Marktforscher zum Beispiel Perq von ICL sowie Star von Xerox ein. Diese Produkte bezeichnen die Marktforscher als fortgeschrittene MAWs, welche über verfeinerte Anzeigen und vollintegrierte Einrichtungen verfügten und zudem "Statusgefühle" vermittelten. Diese Produkte werden F&S zufolge heuer einen Umsatz von 24 Millionen erreichen, während er 1990 immerhin auf 10,4 Milliarden Dollar hochschnellen soll. Beim zweiten Typ von MAWs handele es sich um Geräte mit Telefonanschluß, wie beispielsweise Executel von ITT, die zusätzlich zu einem herkömmlichen Fernsprechapparat Videotex-Möglichkeit, oder Kalenderüberwachung hätten. Der Markt wird für 1983 mit 17 Millionen Dollar geschätzt und soll bis 1990 einen Umfang von 600 Millionen Dollar aufweisen.

Einen Grund für das relativ langsame Wachstum bei diesen Arbeitsplätzen auf Telefonbasis sei der Vertriebsweg über die Post, wobei England eine Ausnahme bildet. Zudem hemme auch der Preis die schnellere Einführung, da in einen durchschnittlichen MAW immerhin 37000 Dollar investiert werden müsse. Die Verbraucher zögerten mit der Anschaffung noch, da sich diese nicht schnell und meßbar amortisiere. Viele warteten deshalb auf wesentlich niedrigere Preise sowie auf eine allgemeine positive Aufnahme dieser Arbeitsmittel in der Öffentlichkeit. Da jedoch in den USA beispielsweise der Xerox-Star nur 18000 Dollar kostet, sind die Marktforscher davon überzeugt, daß auch die europäischen Preise bald gesenkt werden und 1990 nur noch bei 8000 Dollar liegen.

Informationen zur Studie gibt Frost & Sullivan Ltd., 104-112 Marylebone Lane, London W1M 5FU, Tel 01-486-8377/8379.

Der Bericht hat die Nr. E584 und kostet 1250 Dollar.