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Produktivität steht im Vordergrund


22.11.2002 - 

Steht Renaissance für Supercomputer bevor?

MÜNCHEN (CW) - Auf der "Supercomputing 2002" in Baltimore zeigten die wenigen verbliebenen Hersteller dieser Rechnergattung wie NEC und SGI, dass man im Hochleistungssegment auch mit Itanium-Chips arbeiten kann.

Einer der größten Auftraggeber für High-Performance-Computing (HPC) ist die US-amerikanische Behörde Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa, die seit diesem Sommer an einem neuen Komzept für HPC arbeitet. Ein Ziel ist es, die Produktivität der Rechnerboliden in den Vordergrund zu rücken. Deshalb sollen moderne Supercomputer skalierbar und hochintegriert sein und den Datenzugriff auf große Kapazitäten im Terabyte-Bereich möglichst über kollaborativ arbeitende Netze erlauben. Dann wird, so die Vorstellung der Darpa, aus dem High-Performance-Computing ein High-Productivity-Computing.

SGI hat dazu die "Origin-3000"-Serie um das Modell 3900 erweitert. Der neue Supercomputer enthält viermal so viel Rechenpower wie der Vorgänger und beherbergt bis zu 128 MIPS-Prozessoren in einem Rack. Die Basiskonfiguration besteht aus vier Chips, die mit der Technik "Numa-flex" gekoppelt werden sowie 4 GB Hauptspeicher. Die Maschine, die unter dem Unix-Derivat "Irix" läuft, lässt sich über mehrere Racks kaskadieren und auf 512 Prozessoren und 1 TB Memory ausbauen. Einer der ersten Anwender einer vollausgebauten Ein-Rack-Maschine mit 128 CPUs ist Marathon Oil. Die Company investiert knapp drei Millionen Dollar, um seismische Daten berechnen und grafisch darstellen zu können.

Kostengünstiger dürfte der für das kommende Jahr geplante Intel-Server werden, der aus den 64-Bit-Itanium-2-Chips aufgebaut wird und unter Linux laufen soll. Der noch namenlose Rechner stellt insofern eine Novität dar, als es SGI erstmals gelungen ist, das Single Image des Linux-Betriebssystems auf 64 Prozessoren auszuweiten.

In die gleiche Kerbe schlägt NEC European Supercomputer Systems (ESS) mit der "TX7"-Serie, die wie der SGI-Server mit Intels Itanium-2-Prozessoren arbeiten wird. Die ebenfalls für Anfang 2003 geplante Maschine lässt sich aber nur mit maximal 32 Chips bestücken. Der Rechner nutzt die Crossbar-Switch-Technik für schnellen I/O-Datenverkehr und eine ausgefeilte Speichertechnologie. Die Maschine ist aus Rechenknoten mit je vier CPUs aufgebaut und verfügt über einen PCI-X-Bus, der bis zu 112 Steckplätze für Peripherie- und Netzkarten bietet. Ein vollausgebautes System soll eine Rechenleistung von mehr als 100 Gflops erreichen. Als Betriebssystem für TX7 werden Linux und HP-UX angeboten werden. (kk)