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14.10.1988 - 

US-Branchenverband sieht allerdings schon Wolken am Horizont:

Steigende Chipnachfrage prognostiziert

TOKIO (vwd) - Die weltweite Nachfrage nach Halbleitern wird 1988 gegenüber dem Vorjahr um 38,2 Prozent auf 45 Milliarden Dollar ansteigen. Dies geht aus einer Prognose der statistischen Organisation World Semiconductor Trade Statistics (WSTS) hervor. Die gegenüber der Prognose vom Frühjahr mit 42,3 Milliarden Dollar (plus 30,1 Prozent) nach oben revidierten Zahlen lassen sieh nach Angaben der Organisation teilweise auf die gestiegene Nachfrage nach Büro-Automationsausrüstungen zurückführen.

Am japanischen Markt rechnet die WSTS mit einer Expansion um 38,5 Prozent auf 17,6 Milliarden Dollar, womit ein Anteil von fast 40 Prozent an der weltweiten Nachfrage erreicht würde. Die USA und Europa sind mit gut 30 beziehungsweise knapp 20 Prozent beteiligt. In Yen gerechnet dürfte die japanische Nachfrage gegenüber dem Vorjahr um 25,5 Prozent auf 2,3 Billionen Yen zunehmen. 1989 erwartet die WSTS einen Anstieg der weltweiten Halbleiter-Nachfrage um 10,2 Prozent auf 49,5 Milliarden Dollar. Begründet wird diese Prognose mit der voraussichtlich höher als erwartet ausfallenden Nachfrage nach Industrie-Ausrüstungen und Maschinen.

Halbleiter-Boom wird langsam abflauen

Das derzeit kräftige Wachstum in der US-Halbleiterindustrie wird allerdings in den Jahren 1989 und 1990 eine Verlangsamung erfahren. Dies prognostiziert der U. S. Semiconductor Industry Association. Der weltweite Absatz von integrierten Schaltkreisen werde schon 1989 um nur noch zehn Prozent auf 49,5 Milliarden Dollar zunehmen. Im Jahr 1990 werde es gar zu einem weltweiten Absatzrückgang um drei Prozent auf 48 Milliarden Dollar kommen, bevor 1991 wieder mit einem Anstieg um 14 Prozent auf 55 Milliarden Dollar gerechnet werden könne.

Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, wird der Halbleiter-Absatz in den USA in diesem Jahr voraussichtlich um 35 Prozent auf 13,9 Milliarden Dollar zunehmen, während im nächsten Jahr mit einem verlangsamten Wachstum von zwölf Prozent auf 15,6 Milliarden Dollar gerechnet wird. Für 1990 prognostiziert der Verband jedoch eine Abnahme um 6,6 Prozent auf 14,5 Milliarden Dollar, die im Jahr 1990 wieder von einer Zunahme um 15 Prozent auf 16,7 Milliarden-Dollar abgelöst werden dürfte.

Eine steigende Produktion wird die derzeit zu beobachtende Verknappung bei Halbleitern in den nächsten sechs Monaten mildern. Diese Vorhersage macht das japanische Ministerium für interna-tionalen Handel und Industrie (MITI) in seinem jüngsten Ausblick zu Angebot und Nachfrage. Bei einigen Produkten, bei denen weiter sehr hohe Nachfrage aus dem In- und Ausland verzeichnet werde, dürften sich jedoch noch Engpässe ergeben.

Zur Produktion machte das MITI folgende Prognosen: Bei 1-Megabit-DRAM-Chips dürfte sich die Erzeugung in den drei Monaten von Oktober bis Dezember auf 72,1 Millionen Stück belaufen, 33 Prozent mehr als im Vorjahresvergleichsquartal. Im ersten Quartal 1989 dürften es 89,4 Millionen Stück (plus 24 Prozent) sein. Die Produktion von 256-Kilobit-DRAM-Chips wird sich auf 143,3 Millionen beziehungsweise 130,4 Millionen Stück verringern. Für 256-KB-SRAM-Chips lautet die Prognose auf 25,3 Millionen beziehungsweise 28,9 Millionen Stück.