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31.05.2002 - 

PC-Direktvertreiber will an Zusatzkomponenten mitverdienen

Steigt Dell ins Geschäft mit Druckern ein?

MÜNCHEN (CW) - Früher schon einmal kolportiert, erhalten Gerüchte jetzt neue Nahrung, wonach Dell plant, ins Druckergeschäft einzusteigen. Das Unternehmen selbst hält sich vorerst bedeckt.

Andy Neff, Analyst beim US-Investmenthaus Bear Stearns, spekulierte über ein mögliches Drucker-Engagement nach einem Treffen mit Michael Dell, dem Gründer und CEO des Direktvertreibers, der bis zur Fusion von Hewlett-Packard (HP) mit Compaq der weltweit größte PC-Anbieter war.

Dell überlege, wie es an dem lukrativen Markt für Drucker und insbesondere dem profitablen Geschäft mit Zusatzkomponenten wie Tintenkartuschen etc. teilhaben könne. Zu den Optionen gehöre, selbst eine Druckerproduktion hochzuziehen, einen Printerhersteller aufzukaufen oder eine Druckerlinie unter dem Dell-Logo anzubieten, die von einem Printerhersteller gefertigt wird, beschreibt Neff die Optionen. Eine weitere Möglichkeit könnte sein, einen oder mehrere der Druckerhersteller, deren Produkte Dell heute schon verkauft, davon zu überzeugen, den PC-Anbieter an den Einnahmen aus dem Komponentengeschäft zu beteiligen. Dell vertreibt Drucker von HP, Lexmark, Epson und Canon. Neff hält es für eher unwahrscheinlich, dass Dell einen Druckeranbieter kauft. Mit dem Entwickler von Speichersoftware Convergenet Technologies Inc. hatten die Texaner im Herbst 1999 zum ersten und einzigen Mal in ihrer Firmengeschichte ein anderes Unternehmen gekauft - für 340 Millionen Dollar. Produkte entsprangen nicht aus dieser Akquisition, zwei Jahre später begrub Dell die Division wieder.

Neff sieht Dell auch nicht als Produzent eigener Drucker. Er glaubt, dass das Unternehmen seiner bisherigen Strategie treu bleibt und über Kooperationen in das Printergeschäft einsteigt: Hier wäre daran zu denken, das Produkt eines anderen Anbieters, versehen mit dem eigenen Logo, zu veräußern.

Bill Gott, President der auf den Druckermarkt spezialisierten Marktforschungsfirma VM Strategies, sagte zu den neuerlichen Gerüchten, Dell sei bislang ein sehr wichtiger Wiederverkäufer für HP-Printer gewesen. Seit der Fusion von HP mit Compaq dürfte Dell aber vermehrt Interesse daran haben, nach einem Lieferanten für Drucker Ausschau zu halten, der nicht gleichzeitig auch noch der größte Wettbewerber bei PCs und Intel-Servern ist.

Gott glaubt, dass Xerox ein guter Partner sein könnte. Xerox habe nicht nur eine Menge Know-how samt mehrerer Patente im Bereich der Tintenstrahltechnologie, sondern vor allem habe Xerox sich vor einem Jahr auch aus dem Druckergeschäft zurückgezogen.

Ein weiterer Kandidat für eine Allianz mit Dell könnte Lexmark sein, glaubt Gott. Lexmark könnte auch deshalb ein Aspirant für eine Technologiepartnerschaft mit Dell sein, weil der US-amerikanische Printer-Hersteller bisher eine Vertriebspartnerschaft mit Compaq unterhielt. Doch die Vermarktung der Lexmark-Drucker unter Compaq-Label endete mit der Fusion von HP und Compaq. (jm)