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28.06.1991 - 

Verschiedene CASE-Produkte werden integriert

Sterling Software plant eine AD/Cycle-Alternative

MÜNCHEN (CW) - Nach der Akquisition verschiedener Unternehmen, darunter der kanadischen Softwarehauser Zanthe und Asyst Inc., plant die Sterling Software Inc., Dallas/Texas, bis 1992 ihre verschiedenen Produkte im CASE-Umfeld zusammenzuführen. Im Rahmen der Corporate Applications Management Initiative (CAMI) sollen die Werkzeuge künftig als integrierte Umgebung und als AC/Cycle-Alternative vermarktet werden.

Die Übernahme von Asyst hatte der Sterling Inc. mit der CASE-Workbench "Developer" ein Upper-CASE-Werkzeug für PCs und mit dem "Integrator" ein Repository mit Schnittstelle zum IBM-Repository eingebracht. Weil das Developer-CASE-Tool methodenunabhängig einsetzbar ist, läßt es sich sowohl im AD/Cycle-Umfeld - Sterling ist Enabled Vendor von IBM - als auch in anderen Entwicklungsumgebungen anwenden. Von Zanthe stammt "ZIM", eine Entwicklungsumgebung der vierten Generation, die ebenfalls im Rahmen des IBM-CASE-Konzeptes zum Einsatz kommen kann. Sterling Software, nach eigenen Angaben eines der 20 größten Softwarehäuser weltweit, ergänzt mit der Initiative zwei weitere Produktstrategien, die bereits 1990 vorgestellt wurden: die Corporate Storage Management Initiative (CSMI), in deren Rahmen eine Lösung für die unternehmensweite Speicherung von Daten geboten werden soll, und die Corporate Data Communications Initiative (CDCI), die eine integrierte Konzeption für die unternehmensweite Kommunikation darstellt.

Mit CAMI will das Unternehmen seinen Ruf als Softwareunternehmen, das sich bisher eher auf den Verkauf einzelner Tools konzentrierte, korrigieren. Neben den Einzelprodukten soll jetzt auch eine integrierte CASE-Umgebung angeboten werden, die den Anspruch erhebt, einerseits eine Alternative zum AD/Cycle-Konzept zu sein, andererseits aber auch Plattformen, die nicht von IBM kommen, zu unterstützen. Dazu aber müssen noch einige Lücken im Angebot der Texaner geschlossen werden. Sterlings Angebotspalette zielt derzeit noch in erster Linie auf den IBM-Markt, während es an Open-Systems-Produkten beziehungsweise Unix-Paketen fehlt.