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Stern, Masche, Ring, Linie und Verbund

22.10.1976

Die einzelnen Grundformen von Netzverknüpfungen sind:

- Stern,

- Masche,

- Ring,

- Linie und

- Verbund.

Alle fünf Formen weisen verschiedene Eigenschaften hinsichtlich Aufwand, Ausfallsicherheit, Belastungsmöglichkeit auf - wobei die Aufgabenstellung, die räumliche Entfernung und Zuordnung der Endstellen die verwendeten Techniken usw. mit ausschlaggebend sind.

Man wird versucht sein, den Leitungsaufwand kürzeste Längen zu beschränken, wozu die Linienform die besten Voraussetzungen bietet, solange die Leitungsbelastung durch das Verkehrsvolumen nicht bereits Grenzen setzt. Die Linienanordnung ist aber Einschränkungen unterworfen. So kann die Anzahl der hintereinander schaltbaren Leitungsabschnitte aus übertragungstechnischen Gründen (Verzerrung, Geräuschabstand, Dämpfung) nicht beliebig groß sein. Die Leitungsendpunkte liegen vielleicht nicht günstig für solche Absichten die Voraussetzungen zur Bildung des Netzknotens können an dem betreffenden Ort fehlen usw. Vielfach werden Verbundlösungen dem jeweiligen Zweck am besten angepaßt werden können.

Standleitung

Wenn es darum geht, nur zwei Netzpunkte miteinander zu verbinden, gibt es im , allgemeinen keine netztechnischen Probleme. Alternativen gibt es nicht. An den Endstellen können mehrere Endgeräte bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit der Leitung angeschlossen werden (als eine Art sternförmiger Ausläufer).

Sternnetz

Die Vermehrung von Standleitungen mit einer Zentrale führt zu einem sternförmigen Netz. Der Aufwand steigt proportional zu der Anzahl der Endstellen und der Entfernung.

Kennzeichen:

- Die Zahl der Eingänge in der Zentrale entspricht der Zahl der Endstellen.

- Bei Störung einer Leitung fällt nur eine Betriebsstelle aus.

- Ein hoher Aufwand entsteht bei großen Entfernungen.

- Eine Endstelle kann die ihr zugeordnete Leitung bis zur Grenze der Belastung ausnutzen.

Knotennetz - Mehrpunktnetz

Hierbei können zwar alle Grundformen verwendet sein; die überwiegende Form ist aber meist die Linie. An die Netzknoten werden die Endstellen im allgemeinen sternförmig herangeführt. Netzknoten werden mit möglichst kürzester Leitungslänge hintereinander angeordnet. Ringnetze bzw. Schleifennetze (Loop-Netze) erfordern besondere Formen oder Systemorganisation.

Kennzeichen:

- Feste Netzknoten.

- Reduzierung der Eingänge in der Zentrale.

- Nur jeweils eine Endstelle kann mit der Zentrale zur selben Zeit Nachrichten austauschen (sofern Rundsenden und Konferenz vernachlässigt sind).

- Die Grenze der Leitungsbelastung beschränkt die Anzahl der Endstellen und hat Auswirkungen auf die Antwortzeit.

- Es sind übertragungstechnische Beschränkungen gegeben.

- Leitungsstörungen beeinträchtigen alle betroffenen Endstellen.

- Die Sonderform "Ringnetz" ist gegen Unterbrechung unempfindlicher, wenn die Einspeisung, von beiden Seiten vorgenommen wird.

- Im allgemeinen sind gepufferte Datenstationen, sinnvoll (sofern rein telegrafische Anwendungen vernachlässigt werden).

Durchschaltenetz

Wie auch bei den folgenden Netzausführungen können hier alle Grundformen zur Ausprägung kommen. Wesentlich ist die Leitungsdurchschaltung in Abhängigkeit von der Belegung durch eine Endstelle. Die Bemessung der Wähler- bzw. Schalteinrichtungen in den Vermittlungen und die Bemessung der Leitungsbündel sind von besonderer Wichtigkeit. Man verfährt nach den Regeln der Verkehrstheorie (Wahrscheinlichkeitsrechnung). Die Verkehrsgrößen

(Verkehrswert in Erlang je Richtung, mittlere Belegungsdauer usw.) müssen bekannt sein.

Kennzeichen:

- Wählverbindung mit zeitlicher Begrenzung.

- Die Anzahl der Eingänge in der Zentrale und in den Vermittlungen ist abhängig von zeitlicher Verkehrskonzentration und unterstellter Verkehrswahrscheinlichkeit für Wahlversuche.

- Jeder Anschluß kann während einer Verbindung diesen Übertragungswert bis zur Grenze der Leistungsfähigkeit ausnutzen.

-Bei Benutzung öffentlicher Wählnetze entstehen zeitproportionale

Übertragungskosten.

- Beim Vorhandensein von Leitungsbündeln (mehrere gleichwertige Leitungen) besteht hohe Ausfallsicherheit

- Die Leitungsbündel sind an die betreffende Übertragungsgeschwindigkeit gebunden; es ist keine Geschwindigkeits- oder Codewandlung im Netz möglich.

-Freizügige Ausführung der Datenstationen.

Teilstreckennetz

Es ist auch hier möglich, daß alle Netz-Grundformen angewendet sind, vorzugsweise jedoch sind es der Stern (auch mehrstufig) und die Masche.

Die Nachricht sucht sich nach der Absendung aufgrund der zugeordneten...

Quelle: Dieser Beitrag wurde mit Zustimmung des Autors entnommen der soeben erschienenen zweiten Auflage von: Grundlagen und Zusammenhänge, der Datenfernverarbeitung (Postleitfaden 6/11 - I/1), R. v. Decker's Verlag, G. Schenck Hamburg/Heidelberg, 289 Seiten. Diese von Postrat Walter Fritz bearbeitete und verfaßte praxisorientierte Einführung in die Breite der DFV-Probleme ist mit seinen systematischen Darstellungen, zahlreichen Tabellen und Graphiken eine Planungshilfe und ein nützliches Nachschlagewerk für jeden, der sich mit Datenfernverarbeitung beschäftigt. -m-

...Adresse oder zwangsläufig aufgrund der auf eine Zentrale orientierten Technik den Weg zum Ziel. Die Auslegung des Netzes kann so gewählt sein, daß die Laufzeiten mit bestimmter Wahrscheinlichkeit in bestimmten Grenzen bleiben. Damit sind auch Antwortzeiten von einer Zentrale zu erreichen, die einen Dialogbetrieb ermöglichen.

Vermittlungen können insbesondere mit der Aufgabe betraut sein, Nachrichten zwischenzuspeichern, zeitlich zu verschachteln und über eine schnellere Leitung weiter zu übermitteln. Außer einer solchen Geschwindigkeitswandlung kann auch eine Codewandlung erforderlich sein. Derartige Untervermittlungen haben die Funktion von Verkehrskonzentratoren (Datenkonzentratoren). Sie können

darüber hinaus auch eigene Verarbeitungsaufgaben erfüllen.

Datenverarbeitungsanlagen können mit einander kommunizieren und würden somit - fernmeldemäßig betrachtet - die Funktion von Speichervermittlungen erfüllen. Dies kann sinnvoll sein, wenn DVA bestimmte Aufgaben nur mit Hilfe anderer Anlagen lösen können, die Arbeit zum Teil oder ganz an andere Anlagen übergeben und nur das Ergebnis zurückerhalten und wenn Daten oder Programme für bestimmte Zwecke von einer dazu beauftragten Anlage abgefordert werden.

Kennzeichen:

- Flexible Verkehrskonzentration ist möglich.

- Die Antwortzeit ist von der Verkehrsauslastung abhängig.

- Für Dialogbetrieb ist eine geeignete Auslegung erforderlich.

- Die Ausführung der Datenstationen muß mit der Technik im Netzknoten im Einklang stehen.

- Geschwindigkeits- und Codewandlungen sind möglich.

- Bei Leitungsbündeln (mehreren gleichwertigen Leitungen) besteht erhöhte Ausfallsicherheit.

Verbundnetz

Abgesehen von den öffentlichen Fernmeldewählnetzen werden Netze aus festen Verbindungen, die von der DBP überlassen werden, häufig Mischformen sein.

Dabei sind auch Vereinigungen von Durchschalte- und Speichertechniken möglich. So können in den Netzausläufen langsame Leitungen mit oder ohne Durchschaltekonzentratoren auf Vermittlungen (oder Untervermittlungen) in Speichertechnik geführt sein, dort eine Geschwindigkeits- und Codewandlung erfahren und in Zeittnultiplextechnik auf schnelle weiterführende Leitungen arbeiten. Die Zubringer könnten sogar theoretisch Verbindungen der öffentlichen Fernmeldewählnetze sein. Stellvertretend für alle Beispiele sei hier erwähnt, daß die Zentrale in Form einer vollständigen Datenverarbeitungsanlage immer auch die Fähigkeit zur Nachrichtenvermit(...)lung besitzt. Sie kann also auch so programmiert sein, daß Nachrichten(Daten) von Endstellen an andere Endstellen weitergesendet (verteilt) werden, wenn entsprechende Adressen vorgesehen und freigegeben sind. Da an eine Zentrale (DVA) Leitungen verschiedener Kategorien und Rechtsformen angeschlossen werden können, würden Kopplungen zwischen den Fernmeldewegen über die DVA entstehen die in bestimmten Fällen nach den. Bestimmungen der DBP für private Drahtfernmeldeanlagen bzw. wgen einschränkender Auflagen zur Nachrichtenvermittlung für dritte oder andere nicht zulässig sind. (Auf einige Aspekte des Computerverbundes wird im folgenden Abschnitt eingegangen.)

Kennzeichen:

- Beste Möglichkeit zur Anpassung an die gegebenen Voraussetzungen.

- Inkaufnahme der betreffenden Eigenschaften für die jeweiligen Teilnetze.

- Gewisse rechtliche Einschränkungen.

Die mit dem Computerverbund zusammenhängenden Probleme werden häufig sehr theoretisch betrachtet. Die Vorstellungen, die bisher für öffentliche Datennetze einer Fernmeldeverwaltung entwickelt und angewendet worden sind, werden dabei, nur ungenügend berücksichtigt.