Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

03.04.1987 - 

Kräftekonzentration im europäischen Halbleiter-Geschehen:

Stet und Thomson planen Chip-Fusion

ROM (CW) - Zusammenschließen wollen die französische Thomson S.A. und die italienische Stet S.p.A. ihre Halbleiter-Aktivitäten. Die aus der Fusion hervorgehende Gesellschaft könnte zum zweitgrößten Chip-Unternehmen Europas hinter der niederländischen Philips N.V. werden.

Geplant ist die Gründung einer gemeinsamen Holding. In der neuen Gesellschaft sollen die von der Stet kontrollierte SGS Microelettronica S.p.A. und die Thomson-Abteilung Thomson Semiconducteurs ihre Chip-Aktivitäten zusammenlegen. Die Vereinbarung ist für den Bereich der nichtmilitärischen Halbleiter-Produktion gedacht. Allerdings hängt die endgültige Durchführung der Fusion nun noch von den beiden Regierungen ab, da sich sowohl Thomson als auch Stet in Staatsbesitz befinden.

Im europäischen Halbleiter-Geschehen hält Thomson zur Zeit einen Marktanteil von 5,6 Prozent und ist damit der fünftgrößte Chip-Anbieter. Stet rangiert knapp hinter den Franzosen als Europas sechstgrößter Halbleiter-Hersteller. Ihr Marktanteil liegt bei 4,5 Prozent. Vor alle den Italienern käme diese Fusion zur Zeit sehr gelegen. Nicht nur, daß man gemeinsam mit den Franzosen zum zweitgrößten europäischen Halbleiter-Produzenten nach Philips aufrücken könnte - SGS kämpft derzeit mit den roten Zahlen. So schloß das Unternehmen das zurückliegende Geschäftsjahr mit einem Defizit von rund 50 Millionen Dollar ab. Gegenüber dem Ergebnis von 1985, das rote Zahlen in Höhe von 20 Millionen Dollar auswies, haben sich die Verluste somit mehr als verdoppelt. Wie es heißt sei dieses Resultat auf die andauernden weltweiten Absatzschwierigkeiten im Mikrochip-Bereich zurückzuführen. Im laufenden Geschäftsjahr will SGS die Verlustzahlen jedoch wieder halbieren.