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20.10.1989

Steter Tropfen höhlt den Stein

Kein Wunder, daß es IBM und anderen Herstellern bei dem Gedanken an OSI nicht wohl ist. Verbirgt sich doch hinter jedem OSI-Standard eine schleichende Gefahr für die so gehegte und gepflegte "Proprietary- Welt".

OSI also als drohendes Damoklesschwert über den Bilanzen der Hersteller? In mittelfristigem Sinne ja. Denn jede verabschiedete OSI-Norm zieht die Daumenschrauben enger und zwingt die Unternehmen auf OSI-Kurs zu gehen. Fehlende Standardisierung hat als Alibi für die herkömmliche Verkaufspolitik ausgedient. Über kurz oder lang wird OSI deshalb Einzug in die Produkt- und Architekturwelt der Hersteller halten, wollen sie nicht in eine ruinöse Isolation geraten.

Noch ist es nicht so weit. Noch ist der Weg zu einer offenen, heterogenen Systemwelt dornig und wird von den treibenden OSI-Kräften weiter viel Geduld erfordern. Aber Entwürfe wie CMIP und CMIS, die im November zur OSI-Norm erhoben werden, erhöhen den Druck. Die Zeiten der OSI-Ignoranz sind daher vorbei, denn die Anwender wollen vollwertige OSI-Produkte sehen. Wer dann noch mit halbherzigen Lösungen aufwartet, könnte das Nachsehen haben.