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Steuerberater diskutieren DV-Einsatz

24.11.1978

MÜNCHEN - Die Interessengemeinschaft zur Förderung der Tätigkeit der steuer- und rechtsberatenden sowie wirtschaftsprüfenden Berufe e. V. (Collega) traf sich im Oktober in München um Probleme der Datenverarbeitung bei Steuerberatern zu diskutieren. Bei der Veranstaltung wurden Fotokopiergeräte und Textverarbeitungssysteme vorgestellt, die vom Vorstand getestet worden waren und somit in die engere Wahl der Anwendbarkeit für Steuerberater gekommen sind.

Das Hauptreferat wurde von Professor Dr Brenneis gehalten und beschäftigte sich mit dem Thema "Vor- und Nachteile eines Großrechenzentrums, Vor- und Nachteile einer eigenen Rechenanlage der mittleren Datentechnik". Aktueller Anlaß für dieses Thema war die Meldung, daß verschiedene Steuerberater sich für ihre Kanzleien eigene EDV-Anlagen der MDT angeschafft hatten und mit der Hardware, jedoch nicht mit der Software zufrieden waren. Mit diesem Problem hatte man sich bereits innerhalb der Interessengemeinschaft schon mehrfach beschäftigt. Unglückliche Käufer hatten jedoch oft zu spät von der Interessengemeinschaft gehört oder sie waren erst Mitglied geworden, nachdem sie bereits stolzer Eigentümer einer teueren aber für sie nicht voll funktionsfähigen MDT-Anlage waren.

MDT oder DV außer Haus?

Das Referat beschäftigte sich zuerst mit der grundsätzlichen Definition der MDT und der Datenverarbeitung außer Haus. Anschließend wurde über Wirtschaftlichkeits-Berechnungen referiert. In einem weiteren Punkt wurden die Vorteile der eigenen MDT genannt, die unter anderem in der sofortigen Bereitstellung von Daten für zeitkritische Arbeiten liegen. Für die Benutzung eines Großrechenzentrums spricht die Möglichkeit, sich an wechselnde Mengen von Unterlagen anzupassen, außerdem die schnelle Änderung von Programmen sowie die erhöhte Sicherheit und Zuverlässigkeit der Software.

Fazit der vorgetragenen Aspekte war, daß es sich für den mittleren und kleineren Steuerberater bisher noch nicht lohnt, eine eigene EDV-Anlage einzusetzen: Hier sind sowohl programmtechnische als auch organisatorische Probleme zu lösen, die über die Kapazität eines Steuerberaters hinausgehen.

Für Steuerkanzleien mit mehr als 30 Mitarbeitern kann jedoch die Anschaffung einer MDT-Anlage sowie die Einstellung eines Organisators oder eines Programmierers durchaus sinnvoll sein. Hier will die Interessengemeinschaft die interessierten Kollegen beraten, so daß sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen.

Datenschutz - für Steuerberater ein Fremdwort?

Im Anschluß an das Referat sprach Steuerberater Dr. Peter Küffner über das Thema "Das Datenschutzgesetz und die damit verbundenen Probleme für Steuerberater". Daß hier die Steuerberater noch im dunkeln tappen, zeigte die rege Anteilnahme an diesem Referat. Besonders augenfällig war aber die Unkenntnis der einschlägigen

Bestimmungen des Datenschutzgesetzes. In der Diskussion war man sich einig darüber, es zuerst mit einem externen Datenschutzbeauftragten - falls dieser nötig sei - zu versuchen.

Fazit dieser Veranstaltung Steuerberater sollten möglichst schnell EDV-Seminare besuchen.

* Dipl -HdL. Klaus Jamin ist Professor an der Fachhochschule München.