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Gastkommentar


05.01.2001 - 

Steuerproblem Internet-Surfen

Boris Pfeiffer, Vice President von Netobjects Emea, München

Sie sollten nicht mal dran denken!" lautet einer der Standardsprüche in amerikanischen Filmen, wenn gerade ein Bösewicht angesichts eines Cops nach der Waffe schielt. Im Finanzministerium hat man schon mal probehalber über die Möglichkeiten der Besteuerung des Web-Zugangs nachgedacht: Privates Surfen am Arbeitsplatz sollte als "geldwerter Vorteil" besteuert werden.

Zwar wurde der Plan vorerst wieder abgeblasen - aber wir sollten uns nicht zu früh freuen. Sicher, die Einwände, die sofort erhoben wurden, sind alle richtig: Sollen Unternehmen künftig Listen über die Web-Zugriffe ihrer Mitarbeiter führen? Wo bleibt dabei der Datenschutz? Wie lässt sich berufliches von privatem Interesse abgrenzen? Wie kann man den Vorteil bei Standleitungen berechnen? Wie sieht es bei einer Flatrate aus? Wie, wenn jemand gar keinen privaten Internet-Anschluss hat? Zwingt der Fiskus nicht die Unternehmen, den Internet-Zugang für Mitarbeiter ganz zu sperren? Ist das der Einstieg in die Informationsgesellschaft?

Trotz alledem: Wenn der Fiskus einmal seinen gierigen Blick auf die Geldbörse der Internet-User gerichtet hat, wird er über kurz oder lang auch Wege sehen, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. Warum sollte sich beispielsweise eine Pauschale für jeden Arbeitsplatz mit Web-Anschluss oder vielleicht auch für jede Maustaste in der Praxis nicht berechnen lassen? Internet ist aus der Sicht des Finanzamts eben nur der Name für einen weiteren Steuertatbestand wie Sekt trinken, Rauchen, Autofahren... Deshalb ist die Sache noch keineswegs ausgestanden. Im Gegenteil, höchste Vorsicht ist geboten: "Sie sollten nicht mal dran denken!"