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27.09.1985 - 

Gründung eines neuen Unternehmens angekündigt:

Steven Jobs kehrt Apple den Rücken

27.09.1985

CUPERTINO (ru) - Vor kurzem in seiner Macht amputiert, ist er jetzt als Chairman zurückgetreten: Steven P. Jobs, Mitbegründer der kalifornischen Apple Inc. Der Avantgardist, der aus der Garage kam, will ein neues Unternehmen aufbauen.

Mit dem unternehmerischen Willen des agilen 30jährigen Multimillionärs Jobs ist Wahrheit geworden, was die amerikanische Wirtschaftszeitschrift "Fortune" bereits vor einiger Zeit berichtet hatte: Jobs werde seine Aktien verkaufen, um seine Ideen in einer neuen Firma zu verwirklichen.

Jobs begründet seinen Abschied von Apple mit der enttäuschenden Reaktion des Managements auf seine Pläne. So beabsichtigt der Mikro-Pionier, sich mit seinen neuen Computer-Kreationen auf den Universitätsbereich zu konzentrieren - ein Markt, in dem auch Apple sehr erfolgreich agiert.

Allerdings begründet man in den oberen Etagen von Apple die Verärgerung mit den Headhunter-Qualitäten ihres einstigen Bosses. So warb Jobs gezielt fünf Top-Techniker ab, die offensichtlich wichtige Kenntnisse über die Produkt-Entwicklung haben. Bevor die Verantwortlichen des zweitgrößten US-Mikrocomputerherstellers davon erfuhren, hatte sich Jobs von der Führungscrew um John Sculley noch Unterstützung bei seinem Vorhaben zusagen lassen.

Im Februar hatte bereits Jobs einstiger Kompagnon, Steve Wozniak, dem in Cupertino ansässigen Branchen-Highflyer den Rücken gekehrt. Er machte im Silicon Valley ebenfalls ein eigenes Unternehmen auf. Jobs und Wozniak hatten Apple vor acht Jahren gegründet.

Jobs hatte in den zurückliegenden Wochen ungefähr ein Fünftel seines Anteils an Apple verkauft. Noch aber ist er mit 5,5 Millionen Aktien stärkster Einzelaktionär von Apple.

Die, wie es heißt, sogar für US-Verhältnisse ungewöhnliche Abwerbung der fünf Mitarbeiter hat die Apple-Oberen zu Überlegungen über mögliche Maßnahmen gegen Jobs veranlaßt. Geplant ist zunächst eine außerordentliche Vorstandssitzung, um über einen Nachfolger nachzudenken.