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09.08.1985 - 

Ungewißheit über Weggang des Ex-Firmengründers:

Steven Jobs verkauft Aktienpaket

CUPERTINO/MÜNCHEN (CW) - Apple's Vorstandsvorsitzender, Steven Jobs, hat etwa ein Achtel seiner Beteiligung an dem von ihm mitgegründeten Unternehmen verkauft. Es handelt sich dabei um 850 000 Aktien im Wert von gut 13 Millionen Dollar.

Trotz dieses überraschenden Verkaufs ist Jobs aber weiterhin der größte Anteilseigner an dem Unternehmen: Er verfügt jetzt noch über sechs Millionen der 61,8 Millionen Aktien. Analysten spekulieren laut Wall Street Journal, daß Jobs mit diesem Schritt um so mehr seinem Weggang bei Apple vorbereitet.

Die deutsche Apple-Bastion in München machte zu den Aktienverkäufen ihres ausgebooteten Highflyers bislang keine Angaben. Allerdings hat man hierzulande Sorgen hinsichtlich der Entwicklung des Apple II, der im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Auch zur Frage, welche konkreten Schwierigkeiten das "Projekt Phoenix" - der Name des Apple-II-Projektes - beinhaltet, mochte man sich in München noch nicht äußern.

Fest steht bis jetzt nur, so äußerten sich die Planer im sonnigen Cupertino, daß die neue Maschine auf einem 16-Bit-Prozessor basiert und mit einem 3,5-Zoll-Plattenlaufwerk ausgestattet sein wird. Die Speicherkapazität soll damit 0,8 MB umfassen, was einer fünffachen Erhöhung gegenüber dem Vorgängermodell entspricht.

In den Vereinigten Staaten wurde ferner eine Reihe neuer Marketingprogramme erwogen, mit denen Apple den Handel zu einer aggressiveren Vermarktung seiner Erzeugnisse animieren will. Hiermit eingeschlossen soll auch die Neuorganisation Apples sein, nachdem man für das erste Geschäftsquartal 1985 einen deutlichen Verlust erwirtschaftete. Der Computereinzelhandel ließ hierzu verlauten, daß Apple "klammheimlich" einige Anzeigen offeriert habe, mit denen der Einzelhandel in der kritischen Phase nach den Schulferien den Absatz steigern soll.

Händler sollen sich in jüngster Zeit auch über die von Apple zugestandenen, knappen Gewinnmargen beklagt haben. Nach Mitteilung des US-Marktforschungsinstituts Future Computing Inc. habe sich die Zahl der Händler, die voraussichtlich Apple-Erzeugnisse aus ihrem Programm wieder herausnehmen wollen, seit Januar erhöht.