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Stimmung fuer OLE

10.03.1995

Die OLE-Fraktion wird vertreten durch Robert Bismuth, Director of Corporate Standards bei Digital Equipment Corp. in Littleton, Massachusetts.

Auf welches Pferd wollen Sie setzen? Auf eines, das noch zugeritten werden muss, oder auf das erprobte OLE, komplett mit der Microsoft-Macht im Hintergrund und einem Heer von Windows- Entwicklern? Die Anwender werfen wohl kaum den Windows-De-facto- Standard hinaus, um mit fliehenden Fahnen zu Opendoc zu wechseln.

Technisch ist OLE einfach bildschoen und wesentlich stabiler als Opendoc. Jedes OLE-Objekt ist schon per Definition ein COM-Objekt. Dagegen stuetzt das Alpha-Opendoc die Objekttechnologie mit C++- Bibliotheken. Den nachfolgenden Versionen wird SOM (System Object Model) und anschliessend die verteilte Variante Distributed SOM zugrunde liegen. Alleine die Aussicht, drei verschiedene Entwicklungsmodelle erlernen zu muessen, treibt Entwickler zum Wahnsinn.

Sowohl COM als auch Opendoc realisieren einen transparenten Objektzugriff. Leider ist das Open-doc-Interface wesentlich komplexer, denn es ist nicht in DSOM oder SOM integriert, was den Netzverkehr zusaetzlich belastet.

In Opendoc muessen alle Objekte aktiviert werden, bevor man sich ein Dokument ansehen kann. Einige Benutzer moegen das begruessen, da sie die Zeit nutzen koennen, um sich einen Kaffee zu besorgen. Doch was passiert, wenn die Objekte ueber das gesamte Netz verteilt sind?

Ausserdem bedarf diese Art der Aktivierung pro Objekttyp eines speziellen Teile-Editors oder Viewers. Steht der beim Aufruf der Anwendung nicht zur Verfuegung, bleibt ein Loch im Dokument.

OLE wurde zwar fuer die Integration von Applikationen konzipiert, doch die OLE Controls weisen den Weg zur Componentware. Damit koennen OLE-Applikationen sowohl fuer sich als auch im Komponentenverbund laufen. Opendoc funktionierte allein in einer Komponentenumgebung und laesst damit heutige Anwender im Regen stehen.

Auch die Opendoc-Verfechter bemerken, wie verbreitet OLE ist. Die Folge: Opendoc soll OLE/COM-Schnittstellen bekommen. Wer soll, wer will das alles noch bezahlen? Also: vergessen Sie Opendoc. OLE stellt die Funktionen zur Verfuegung, die Sie heute brauchen.