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13.02.1998 - 

Umsatz- und Gewinnrückgang in Deutschland

Storagetek hofft auf Internet-Boom

Empfindliche Einbußen mußte die deutsche Storage Technology Holding GmbH im zurückliegenden Geschäftsjahr 1997 beim Gewinn vor Steuern hinnehmen, der im Vorjahresvergleich von 10,9 auf 2,7 Millionen Mark schrumpfte. Geschäftsführer Klaus Beier führte dies vor der Presse in Frankfurt am Main vorwiegend auf ungünstige Wechselkurseffekte zurück. Den Umsatzrückgang von 253,9 auf 231,8 Millionen Mark begründete Beier mit der Bindung personeller Ressourcen zur Erschließung neuer Geschäftsfelder - insbesondere der neuen sogenannten "Multi-Platform"-Welt.

Auch Applikations- und Beratungsgeschäft rückläufig

Der Anteil des entsprechenden Tape- und Disk-Geschäfts konnte dem Storagetek-Manager zufolge von sechs auf 15 Prozent des Umsatzes gesteigert werden; drei Viertel der Einnahmen entfallen allerdings nach wie vor auf die herkömmlichen Nearline-Kassettenarchive des Unternehmens. Auch die Sparten Beratung, Applikationen, Netzwerke und Software verzeichneten rückläufige Zahlen, nämlich ein Minus beim Umsatzanteil von 19 auf zehn Prozent. Nach der Neugliederung der Unternehmensorganisation, die bislang stark regional ausgerichtet war, sowie der Konzentration auf Client-Server-Architekturen geht Beier jedoch davon aus, die größten Hindernisse überwunden zu haben. Das für 1998 gesetzte Umsatzziel von 255 Millionen Mark sei "realistisch".

Im Gegensatz zur deutschen Tochter kann sich die US-Muttergesellschaft im Geschäftsjahr 1997 über eine Gewinnsteigerung um 28,6 Prozent von 180,3 (1996) auf 231,8 Millionen Dollar freuen. Der Gewinn je Aktie kletterte im Vorjahresvergleich von 3,01 auf 3,79 Dollar. Trotz der guten Erträge liegt der Umsatz mit 2,1 (2,0) Milliarden Dollar aber nur leicht über dem Vorjahresniveau. Zu den Produkten, die sich zunehmender Beliebheit im Markt erfreuen, gehörten Client-Server-Speicher und automatische DLT-Kassettenarchive, wo man sich mittlerweile als Marktführer sieht.

Große Hoffnungen verbindet Storagetek laut Beier mit dem "Timberwolf"-Kassettenarchiv, für das Ende vergangenen Jahres Hewlett-Packard (HP) als OEM-Lieferant gewonnen werden konnte. HP wird demnach das Speicher-Management-System für Client-Server-Anwendungen selbst herstellen und unter eigener Marke vertreiben. Prinzipiell erwarte man, so Beier, für das laufende Geschäftsjahr 1998 ein starkes Wachstum bei Multi-Platform-Speichersystemen mit den Schwerpunkten Unix und Windows NT. Außerdem dürften die wachsende Nutzung des Internet für professionelle Zwecke und der daraus entstehende Bedarf nach immer größerer Speicherkapazität Storagetek viele neue und interessante Geschäftsfelder eröffnen.